Kollis Weg zum Schiri

Die Technik kann Probleme bereiten

20. März 2021, 08:29 Uhr

Foto: Charlie Rolff

Der Schiedsrichter-Neulingslehrgang im Kreis Lauterbach/Hünfeld läuft, die ersten beiden Videokonferenzen sind Geschichte. Dabei wurde deutlich, dass die Technik durchaus Probleme bereiten kann.

An Tag zwei stand Regel Nummer elf, Abseits, auf dem Stundenplan. Lehrwart Maximilian Kaiser und Stellvertreter Elias Appel stellten einige Videos zur Verfügung, und die 14 Teilnehmer sollten entscheiden, ob eine Abseitsstellung vorliege oder nicht. 20 Videosequenzen sollten bereits im Vorfeld runtergeladen werden. So weit, so gut.

Dass ein einziger Klick eine kurze Panikreaktion auslösen kann, durfte ich schnell feststellen. Video acht führte ich mir zu Gemüte, dann wollte ich zurück zur Konferenz schalten. Die Maus landete allerdings auf dem falschen roten X in der oberen rechten Ecke. Statt das Video zu schließen, habe ich mich kurzerhand aus der Konferenz ausgeklinkt. Kann ja mal passieren.

Dass die meisten meiner Kollegen deutlich vertrauter mit Videokonferenzen sind, musste ich schon vorher feststellen. Na klar, schließlich sind fast alle Teilnehmer Schüler. Die wissen ganz genau, wie man sich nach einer Frage der Lehrwarte melden kann. Also nicht klassisch mit dem Finger nach oben zeigen, sondern mithilfe der Konferenz-App einen eigenen Button drücken, der sofort anzeigt, dass man etwas beisteuern möchte. Bis ich herausgefunden habe, wie das geht, war die Sitzung fast beendet. Wenigstens durfte ich feststellen, dass meine Mitstreiter die Fragen zufriedenstellend beantworten konnten.

Der Jüngste teilte an Tag eins, als eine große Vorstellungsrunde abgehalten wurde, stolz mit, dass er am nächsten Tag seinen 11. Geburtstag feiern würde. Jahrgang 2010 also. Deutschland gegen England bei der WM in Südafrika mit dem „Wembley-Tor 2.0“ schießt mir in den Kopf. Elf Jahre soll das schon wieder her sein? Immerhin bin ich mit 25 nicht der älteste. Alex ist 42 und begleitet seinen 11-jährigen Sohn. Und ich bin nicht der einzige, der nicht aus dem Kreis Lauterbach/Hünfeld kommt. Sogar aus Wetzlar sind zwei dabei, die heute mit mir an Sitzung Nummer drei teilnehmen.

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