20.09.2018

„Die Big Points werden in den nächsten Spielen verteilt“

A-Liga Hersfeld/Hünfeld: Philippsthal mit blitzsauberem Start

Für Steffen Dreher (links) und den VfL Philippsthal läuft es prächtig in dieser Saison. Foto: Ottmar Schleich

Neun Spiele, neun Siege. Die Bilanz des VfL Philippsthal in der A-Liga Hersfeld/Hünfeld liest sich mehr als gut. Für Trainer Gerd Ruch kommt dies aber gar nicht so überraschend.

„Auch in der vergangenen Saison waren wir am Anfang sehr gut gestartet. Im Frühjahr haben dann allerdings drei Jungs schwerere Verletzungen erlitten, die uns zurückgeworfen haben. Ohne diese Ausfälle hätten wir auch vergangenes Jahr die Relegation erreichen können“, meint Ruch. Im Endeffekt standen zum Ende der Saison 2017/2018 starke 73 Punkte, die aber nur Rang drei hinter dem Rasdorfer SC und der SG Ausbach/Friedewald bedeuteten.

Ruch, der am 21. Spieltag in der Saison 2016/2017 das Zepter bei den Werrastädtern übernommen hatte, hat in diesem Jahr vor allem in der Defensive die richtige Stabilität gefunden: „Wir haben erst vier Gegentore kassiert. Das ist schon eine Hausnummer, zumal davon auch noch ein Eigentor dabei war. Aber auch die 28 geschossenen Tore sind stark. Meine Jungs setzen unsere Idee sehr gut um und wir schaffen es bislang, unser eigenes Spiel durchzusetzen.“ Besonders schwer auszurechnen sei seine Elf, denn mit Dominic Kranz (6), Tim Ruch (5), Dennis Schneider (5) und Mike Eisengardt (4) verteilt sich der Großteil der Tore auf unterschiedliche Spieler. „Dabei darf man nicht vergessen, dass Dominic Kranz und Dennis Schneider jeweils drei Spiele gefehlt haben. Die Verstärkungen in allen Mannschaftsteilen machen sich bemerkbar“, ist der aus Heringen-Widdershausen stammende Übungsleiter mehr als zufrieden. So wurde der vorhandene Stamm mit den Sommerneuzugängen Tim Ruch, Dennis Schneider, Philipp Stunz, Hannes Bauer, Marcel Michels und Niklas Weber nochmals verbessert. Zudem stoßen nach und nach die Langzeitverletzten Christoph Voland, Benjamin Schröder und Andre Zimmermann wieder mit dazu.

Auf dem Weg zurück in die Kreisoberliga?

In den drei zurückliegenden Partien hat sich Philippsthal schwergetan, gewann gegen Kirchhasel (2:1), Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain (1:0) und Unterhaun (1:0) immer nur mit einem Tor Differenz. Sorgen macht sich Ruch aber deshalb nicht, sondern betont viel mehr, „dass sich unsere Gegner mehr und mehr hinten reinstellen. Bedenken, ob wir noch den Ausgleich kassieren, hatte ich keine. Dafür haben wir zu wenig zugelassen.“ In den kommenden Wochen stehen nun nacheinander die Topspiele gegen Wölf, Großentaft und Ausbach/Friedewald an. Mit Siegen gegen die direkten Konkurrenten könnte der VfL bereits früh in der Saison für klare Verhältnisse im Aufstiegskampf sorgen. „Das kann richtungsweisend werden“, weiß der 55-Jährige. „Wir werden sehen, wie gut wir wirklich sind. Fakt ist aber, dass unsere Gegner mehr unter Zugzwang stehen. Bei einer Niederlage sind wir immer noch mit dabei, aber wenn wir gewinnen, sind das richtige Big Points.“

Aber nicht nur das Sportliche gefällt Gerd Ruch beim A-Ligisten, sondern auch das Drumherum. „Dem Verein ist es zu gönnen. Die Vereinsführung macht viel richtig. Hier wird in die Zukunft geschaut, und mit der eigenständigen Jugendarbeit verfügt man über einen guten Unterbau.“ Der VfL Philippsthal ist also bereit, um den nächsten Schritt zu gehen und nach dem Abstieg 2014 wieder in die Kreisoberliga zurückzukehren.

Autor: Tobias Konrad

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