20.10.2019

Derbysiege sind schön, dreckige sind schöner - Fotos

B-Liga Fulda/Rhön: Wendershausen weiß seine Chancen zu nutzen, Neuswarts nicht.

Die Wendershausener jubeln über den Sieg im Stadtderby. Foto: Julian Belz

Der FV Wendershausen kürte sich in einer hart umkämpften Partie zum Derbysieger. Neuswarts bestimmte beinahe das gesamte Spiel, die Tore aber machte die Heimmannschaft, die bei drei Aluminiumtreffern gegen sich das nötige Glück auf ihrer Seite hatte.

„Derbysiege sind schön, dreckige sind schöner. Diese Aussage passt genau auf diese Partie“, frohlockte Wendershausens Spielertrainer Mohammed Ghasem. Stolz kann der Übungsleiter auch auf die Chancenverwertung seiner Schützlinge sein: Drei Mal kam die Germania gefährlich vor das Gehäuse, drei Mal zappelte das Leder im Netz. „Es ist sehr bitter. Wir machen das Spiel und laufen dann einem Rückstand hinterher“, bedauerte Neuswarts Trainer Julian Kirchner.

Dass der Gastgeber mit 2:0 führte, hatte der FV Wendershausen zwei Dingen zu verdanken. Da wäre zum Einen Taifun Dahan, der bei den Treffern eins und zwei Füßchen bewies. Nach zwei Minuten zirkelte der Mittelfeldmann das Leder ins Tor, das 2:0 bereitete er mit einem ruhendem Ball vor (27.). Der zweite Punkt ist die mangelnde Chancenverwertung oder auch das fehlende Glück der Gäste aus Neuswarts. In Minute acht schoss Joshua Dänner aus fünf Metern gegen die Latte, neun Minuten später fand Imran Al Khalidi ebenfalls seinen Meister im Gebälk.

Die Mannschaft um Trainer Julian Kirchner versuchte sich immer wieder mit spielerischen Mitteln über die Außen zum Torerfolg zu kommen. „Man hat heute definitiv gesehen, wer Fußball spielen wollte und wer nicht. Ich kann meiner Mannschaft nicht viel vorwerfen“, betonte Julian Kirchner nach Abpfiff. Der Anschlusstreffer fiel demnach nach erläutertem Schema. Eine Flanke machte Valentin Kirchner mit seinem Kopfball scharf - Dänner musste daraufhin nur noch seinen Kopf hinhalten (61.). Am Endergebnis sollte sich aber nichts mehr ändern, da entweder Schlussmann Christoph Johne parierte (67.), Giuseppe Collela auf der Linie rettete (71.) oder erneut das Aluminium im Weg stand (89.).

„Der Sieg war heute hart erkämpft. Ich bin seit drei Jahren hier und immer ging es hart zur Sache“, frohlockte Ghasem nach Abpfiff. Sein Gegenüber Kirchner bemängelte hingegen die großzügige Linie des Unparteiischen Bernd Seifert. „Wenn das Spiel mit neun gegen neun zu Ende geht, kann sich keine Mannschaft beschweren“, monierte der Übungsleiter. Die Stimmung indes war prächtig und sorgte für das nötige Feuer im Spiel, das ein Derby ausmacht.

Die Statistik

FV Germania Wendershausen: Johne - D. Orf (79. Röbig), Collela, Streng - Ghasem, Schreiber (46. J. Orf) - Helmerich, Dahan, Eyassu (20. Mohseni), Wunderlich - Reißig.
Spvgg. Neuswarts: M. Kirchner - Elfeldt, Bittorf (7. Kümpel), K. Kirchner, Krenzer (74. Feuerstein) - Rommel, Abe, Otte (63. Wilhelm) - V. Kirchner, Dänner, Al Khalidi.
Schiedsrichter: Bernd Seifert (Eichenzell).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Tayfun Dahan (2.), 2:0 Phillip Reißig (27.), 3:0 Phillip Reißig (53.), 3:1 Joshua Dänner (61.).

Autor: Michel Ickler

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