10.03.2019

Der OFC war für Horas übermächtig

A-Junioren-Hessenliga: Lange dagegen gehalten

Horas' Trainer Matthias Wilde musste vier Gegentreffer seines Teams mit ansehen.

Die A-Junioren des FV Horas haben alles versucht, viel investiert und am Ende doch deutlich verloren. Gegen Kickers Offenbach verlor der FVH sein Hessenliga-Heimspiel an der Einhardstraße letztlich klar mit 1:4 (1:1). Dabei durfte man bis in die Schlussphase auf eine Überraschung hoffen, ehe es doch noch deutlich wurde. Das der OFC-Sieg letztlich hochverdient war, daran bestand jedoch auch kein Zweifel.

Die Vorzeichen waren klar: Offenbach reiste als ungeschlagener Tabellenführer (elf Siege, drei Remis) als klarer Favorit an, doch beim 3:3 im Hinspiel hatten die Horaser bereits Selbstvertrauen für die schwere Aufgabe getankt. Knapp 100 Zuschauer waren ans Horaser Sportgelände gekommen und anhand des tiefen Bodens war früh klar, dass es eine Frage der Kraft werden würde, wer sich hier am Ende durchsetzt.

Für Horas begann das Spiel optimal, als Leon Woltert bereits in der 7. Minute das schnelle 1:0 erzielte. Sein satter Schuss schlug unhaltbar in der Ecke ein. Doch der OFC mit seinem Hessenliga-Top-Torjäger Guiseppe Signorelli zeigte sich wenig geschockt und zeigte trotz der Platzverhältnisse auch auf spielerische Art, dass man zu Recht ganz oben steht. Offenbach spielte druckvoll und hatte einige gute Möglichkeiten. Die beste vereiltelte Torwart Lukas Richter, als er den Kopfball von Signorelli mit einer super Parade an die Latte lenkte (13.).

Die Elf von Matthias Wilde hielt mit viel Fleiß und auch mit Mut dagegen. Horas ließ dem Gegner möglichst wenig Raum und war immer wieder bemüht auch Nadelstiche zu setzen. Zwei, drei Mal waren die Horaser vor dem Wechsel durchaus gefährlich, ohne dass das 2:0 so wirklich in der Luft lag. Im Gegenteil: Offenbach hatte seine Möglichkeiten und als der Druck zu groß wurde, foulte Torschütze Woltert Jakob Lemmer im Strafraum. Mit dem Pausenpfiff verwandelte Signorelli den Elfmeter zu seinem 23. Saisontreffer und zum 1:1-Pausenstand.

Auch nach dem Wechsel stemmte sich der Außenseiter aus Horas mit viel Einsatz und Wille gegen die drohende Niederlage, doch irgendwann musste das Gebilde einfach brechen, denn zu stark spielten die Kickers. Pech: Vor dem 1:2 in der 62. Minute hätte man eventuell vorher auch Foul zugunsten der Horaser pfeifen können. So aber konnte der starke Lukas Richter im Kasten den ersten Ball zwar noch parieren, doch Signorelli staubte ab und unterstrich seinen Instinkt.

Trotz aller Bemühungen schafften es die Horaser nicht, den Kickers-Keeper Gian Klahr in den 90 Minuten ernsthaft zu prüfen. So stand dem leidenschaftlichen Kampf eine dennoch hochverdiente Niederlage gegenüber.

FV-Trainer Matthias Wilde fasste die 90 Minuten wie folgt zusammen: „Die ersten 45 Minuten von uns waren richtig gut und wer weiß wie das Spiel gelaufen wäre, hätten wir das 1:0 mit in die Pause nehmen können. Nach dem Wechsel wurde der Druck dann immer stärker und das die Gegentore fallen würde, war fast absehbar. Da haben wir uns spielerisch nicht mehr befreien können und so gab es kaum noch Entlastung. Aber über so eine Niederlage muss man sich nicht ärgern: Wir haben gut dagegen gehalten und wenn man so ein Spiel verliert, dann muss man halt einfach auch mal die top Leistung des Gegners respektieren und anerkennen.“

Die Statistik

FV Horas: Richter; Zentgraf, Eckard, Hartung, Hütsch, Woltert (72. Dugan), Weitzel (75. Drimalksi), Keller, Vogler (59. Peli), Clemente Banh, Odenwald.
Schiedsrichter: Aandreas Henkel (TSV Ufhausen).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Leon Woltert (7.), 1:1 Guiseppe Signorelli (45., Foulelfmeter), 1:2 Guiseppe Signorelli (62.), 1:3 Edmond Latifi (81.), 1:4 Edmond Latifi (86.).

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