Gruppenliga: Müs kann noch siegen

Der nächste Ur-FTer wird zum Derbyhelden

12. September 2021, 15:15 Uhr

Hier bejubelt FT Fulda den Führungstreffer durch Jan-Henrik Wolf (rechts). Foto: Charlie Rolff

Unter den Augen des neuen, alten Trainers Jürgen Krawczyk hat der RSV Petersberg das Gruppenliga-Derby gegen FT Fulda mit 0:2 verloren.

„Wir hätten das Spiel nicht verlieren müssen“, meinte Krawczyk, was Mathias Lissek aus dem Interimstrainerduo ähnlich sah: „Wir tun uns schwer, vorne Tore zu machen. Das Spielglück fehlt“, sagte Lissek, während sich FT-Trainer Romeo Andrijasevic nach dem 2:0 über den nächsten Sieg über den Nachbarn freuen durfte. Wie im Hinspiel avancierte ein Ur-FTer zum entscheidenden Mann. War es beim 3:1 mit einem Tor und einer Vorlage Steffen Kollmann, so wurde diesmal Carsten Seifert der Held, der nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Ballkontakt eine tolle Hereingabe von David Bettendorf zum 2:0 über die Linie drückte (84.). Zuvor hatte Jan-Henrik Wolf die Turner in Front gebracht und die Vorarbeit seines Schwagers Paul Hohmann per Tunnel gegen Christian Kirbus veredelt.

„Obwohl wir oben dabei sind, ist sich die Mannschaft nicht zu schade bis zum Ende zu verteidigen“, freute sich Andrijasevic, nachdem er seine Truppe nach der Pause zurückgezogener agieren ließ und die beste Defensive der Staffel zum vierten Zu-Null-Spiel in der Saison führte.

Groß war derweil die Personalnot in Horas. Da Spieler wie Mark Zentgraf, Julian Keller und die Fabrizius-Cousins ausfielen, musste Sturmtank Kevin Muth in die Innenverteidigung beordert werden, Ersatztorwart Tim Seitz wurde als Feldspieler eingewechselt. Bei der SG Aulatal gab es eine 1:2-Pleite. „Nach der Pause hat die Mannschaft Charakter gezeigt. Aber qualitativ hat es einfach gefehlt“, konstatierte FVH-Trainer Matthias Wilde.

Süden: Die Top-Teams sind bereit

Im Süden ist derweil alles bereitet für das Topspiel zwischen Großenlüder und Hosenfeld am Freitag. Beide siegten, Hosenfeld beim 5:2 gegen Kerzell erneut nach Rückstand. „Es ist ein durchgängiges Muster. Es scheint, als braucht die Mannschaft immer einen Wachmacher“, sagte Hosenfelds Trainer Torsten Weber, der dennoch einen leistungsgerechten Sieg sah.

Genauso wie der Müser Trainer Denis Erovic, dessen Truppe erstmals seit dem 1. Spieltag gewann. „Es war ein dreckiger Kampfsieg, der für den Kopf definitiv wichtig war“, sagte Erovic nach dem 1:0 gegen Kressenbach/Ulmbach. „Die erste Halbzeit ging klar an uns, da haben wir zweimal die Latte getroffen“, konstatierte der Spielertrainer.

Die Statistik:

Gruppe Nord
SG Bronnzell – SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach 2:0 (0:0). Schiedsrichter: Fabian Boy (SV Ober-Mörlen). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Marian Weber (48.), 2:0 Jan-Niklas Jordan (57.).

SG Aulatal – FV Horas 2:1 (2:0). Schiedsrichter: Tomas Zahorec (Eintracht Baunatal). Zuschauer: 120. Tore: 1:0 Paul Kozik (14.), 2:0 Paul Kozik (39.), 2:1 Dominik Golbach (47.).

ESV Hönebach – Hünfelder SV II 4:1 (2:0). Schiedsrichter: Nils Bittner (TSV Heiligenrode). Zuschauer: 160. Tore: 1:0 Moritz Herbig (13.), 2:0 Tim Kleinschmidt (34.), 2:1 Christoph Sternstein (47.), 3:1 Tim Emmerich (84., Foulelfmeter), 4:1 Marcel Katzmann (90.+1).

RSV Petersberg – FT Fulda 0:2 (0:1). Schiedsrichter: k. A. Zuschauer: 220. Tore: 0:1 Jan-Henrik Wolf (35.), 0:2 Carsten Seifert (84.).

Gruppe Süd
Spvgg. Hosenfeld – SG Kerzell 5:2 (3:1). Schiedsrichter: Carsten Dücker (TSG Mackenzell). Zuschauer: 300. Tore: 0:1 Darko Lazarevski (16.), 1:1 Leon Gehendges (38.), 2:1 Andreas Gesang (40.), 3:1 Cino Schwab (45.+1), 4:1 Marc Wettels (79., Foulelfmeter), 5:1 Lenard Hudeg (84.), 5:2 Sascha Heil (90.+2).

SV Müs – SG Kressenbach/Ulmbach 1:0 (0:0). Schiedsrichter: Marlon Pletsch (TSV Kirchheim). Zuschauer: 150. Tor: 1:0 Denis Erovic (84., Foulelfmeter). Rote Karte: Tim Mulfinger (Kressebach/Ulmbach) wegen Zuschauerbeleidigung (90.).

SV Großenlüder – SG Gundhelm/Hutten 3:1 (2:1). Schiedsrichter: Julian Rohrbach (SV Niederaula). Zuschauer: 200. Tore: Tore: 1:0 Niklas Wese (2.), 1:1 Benedikt Kreß (13.), 2:1 Niklas Wese (15.), 3:1 Moritz Reith (60.).

Kommentieren