Gruppenliga: FT gegen Primus am Sonntag

Das Topspiel ragt am Horizont

03. September 2021, 10:00 Uhr

Patrick Martens und FT Fulda haben den nächsten Doppelspieltag und das Gipfeltreffen mit Eiterfeld/Leimbach im Blick. Foto: Charlie Rolff

In der Nord-Staffel der Gruppenliga kommt es am Sonntag (15.30 Uhr) zum Gipfeltreffen zwischen FT Fulda und der SG Eiterfeld/Leimbach. Doch noch flackert das Topspiel bei beiden Mannschaften etwas in der Ferne, denn es steht erneut ein Doppelspieltag ins Haus - und damit bereits Duelle am heutigen Freitag.

"Da passt eigentlich alles." Die Einschätzung von FT-Trainer Romeo Andrijasevic zeigt auf, welche Duftmarke die SG Eiterfeld/Leimbach in den bisherigen sechs Spielen hinterlassen hat. Technisch stark, die nötige Erfahrung. "Als wir vor ein paar Wochen gegeneinander gespielt haben, hat man gemerkt, dass sie stärker sind als letztes Jahr. Bleiben alle verletzungsfrei, sind sie ein ganz heißer Kandidat, am Ende ganz oben zu sein", sagt Andrijasevic.

Eiterfeld/Leimbach in Hünfeld, FT Fulda zuhause gegen Künzell. Das sind die Generalproben vor dem Gipfeltreffen am Sonntag. Bei FT-Trainer Romeo Andrijasevic geht der Blick nur auf das heutige Spiel gegen den TSV - und ein wenig in die Vergangenheit: "Ich selber war fünf Jahre in Künzell Trainer und hatte eine sehr schöne Zeit dort. Die Duelle haben ein bisschen Brisanz und ich freue mich immer darauf." Nicht nur Andrijasevic, auch Alexander Scholz und David Bettendorf haben eine Künzeller Vergangenheit.

Was Andrijasevic ebenfalls erfreut: die eigene Defensive. Vier Gegentore bedeuten die stabilste Abwehr der Liga. "Das bekommen wir deutlich besser hin als im letzten Jahr. Natürlich haben wir in gewissen Situationen das nötige Glück auf unserer Seite, was letzte Saison anders war", sagt der FT-Coach. Den kommenden Gegner stuft er derweil als Wundertüte ein, auf gute Ergebnisse folgten teils herbe Niederlagen. Zumindest personell wird FT breiter aufgestellt sein als am vergangenen Wochenende gegen Horas, als "das Ersatzrad drauf war und wir auf der Felge eingelaufen sind", wie der Coach der Fuldaer beschreibt.

Müs mit Personalnot

Nach dem überraschenden 3:0-Auftaktsieg gegen die SG Schlüchtern bekam der SV Müs kein Bein mehr auf den Boden, verlor die darauffolgenden vier Spiele und stürzte ans Tabellenende. Am Doppelspieltag hängen die Trauben erneut hoch: Im Derby wartet Meister Hosenfeld am Freitag (18.30 Uhr), am Sonntag (15.30 Uhr) hat Schlüchtern Revanche im Sinn. Müs-Spielertrainer Denis Erovic macht die sportliche Notsituation am derzeitigen Lazarett der Germania fest. Er selber fällt aus, Mirza Mujezinovic und Senad Jahic fehlen ebenfalls. „Das sind alles Führungsspieler, die uns jetzt wegfallen. Wir müssen zusammenhalten, Gas geben und endlich Punkte holen. Da gibt es kein Schickimicki mehr, es geht nur noch über den Kampf“, sagt Erovic deutlich.

Zwar seien Punkte gegen die Konkurrenten wichtiger als welche gegen Hosenfeld und Schlüchtern, aktuell gelte es aber, die sportliche Talfahrt zu beenden. Von den kommenden Gegnern schätzt Erovic den heutigen Gegner Hosenfeld am stärksten ein - trotz deren nicht ganz stabilen Hintermannschaft. Trotz einem Torverhältnis von 10:11 steht der Meister auf Platz zwei. Der Sonntags-Gegner Schlüchtern hat derweil mit ähnlichen Problemen wie Müs zu kämpfen. Mit Dean Mitrev, Aleksandar Vasilev und Marco Schlichting sind drei Innenverteidiger verletzt, Jonas Förster fehlt rotgesperrt und Nils Trautwein weilt im Urlaub.

Kommentieren