Gruppenliga: Nähert sich Künzell an?

Das 0:4 drückt die Vorfreude nicht

01. Oktober 2021, 10:00 Uhr

Moritz Reiths (links) SV Großenlüder war der Spvgg. Hosenfeld um Niklas Schneider im Hinspiel immer einen Schritt voraus. Foto: Jonas Wenzel

Die Erinnerungen sind noch frisch. Erinnerungen an das Feuerwerk, das der SV Großenlüder vor zwei Wochen gegen die Spvgg. Hosenfeld abbrannte. 15 Tage später steht das Rückspiel des Gruppenliga-Derbys an. Und wieder mal stehen die Vorzeichen für Hosenfeld alles andere als gut.

Mit Marc Wettels und Adrian Beyer holten sich zwei Stammspieler gegen Freiensteinau Platzverweise ab, werden gegen Großenlüder fehlen. Drückt das und das 0:4 vor zwei Wochen auf die Derby-Vorfreude? "Das würde ich so nicht sagen. Die Stimmung ist dadurch in keinster Weise getrübt. Die Voraussetzungen haben sich etwas geändert, aber nicht im Wesentlichen", sagt Hosenfelds Trainer Torsten Weber. Im Hinspiel habe seine Mannschaft gegen die Übermannschaft Großenlüder, wie Weber die Teutonen betitelt, mit zu vielen einfachen Fehlern zum Toreschießen eingeladen.

Eine Besonderheit der Saison ist es, dass manche Rückspiele kurz nach den Hinspielen ausgetragen werden. "So können wir alles schnell wieder gerade rücken und uns rehabilitieren. Als Mannschaft wollen wir eine bessere Leistung zeigen, dass sind wir den Zuschauern schuldig", verdeutlicht Weber.

Die 1:3-Niederlage in Freiensteinau war für Hosenfeld die zweite Niederlage in Folge gegen eine Mannschaft, die wohl in die Play-Offs einziehen wird. Noch kein Punkt hat Webers Team in den bisherigen drei Spielen gegen die Konkurrenz eingefahren. "Wir wissen, dass die Tabelle momentan eine realistische Einschätzung dessen ist, wo wir stehen. Gegen Teams, die hinter uns stehen haben wir gewonnen und gegen die verloren, die vor uns stehen. Die Mannschaft und ich wissen, wo der Schuh drückt. Jetzt sind wir gefordert, das abzustellen", betont Weber.

Rückenwind zum richtigen Zeitpunkt?

Der TSV Künzell konnte am vergangenen Wochenende aufatmen. Eine Serie von sechs sieglosen Spielen in Folge nahm ihr Ende, lediglich ein Punkt sammelte der TSV. Der 2:1-Erfolg gegen die Zweitvertretung des Hünfelder SV ein Brustlöser, der in der Tabelle wieder etwas möglich macht? "Grundsätzlich rechne ich vor keinem Spiel durch, ob uns die Punkte etwas bringen könnten oder nicht. Wir wollen immer punkten. Am Ende wird der Strich gezogen. Deshalb würde ich auch nicht sagen, dass der Punkt gegen Eiterfeld oder der Sieg in Bronnzell für uns wertlos sind", macht Künzells Spielertrainer Marco Gaul deutlich.

Sollte der TSV das Rückspiel gegen Horas gewinnen, wäre der FVH, derzeit auf einem Play-Off-Platz, in Schlagdistanz. Dafür müsse jedoch vieles besser laufen als bei der 2:3-Hinspielniederlage vor zwei Wochen: "Auf dem Papier war das knapp, aber wir waren deutlich unterlegen, überhaupt nicht präsent." Der Vergleich zähle mittlerweile aber nicht mehr, Gaul und seine Mannschaft haben das Spiel abgehakt und nehmen Rückenwind mit. "Mit den letzten Wochen war niemand zufrieden, wir haben das Ruder endlich rumgerissen und uns belohnt", sagt Gaul.

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