20.04.2019

Crawford meldet Festspielstadt zurück

Gruppenliga: Verdienter Sieg in der Rhön

Emmanuel Crawford sorgte mit einem echten Traumtor für die 2:1-Führung, vergab nachher aber mehrfach die Entscheidung. Foto: Steffen Kollmann

Nur einen Punkt konnte die SG Festspielstadt in diesem Jahr bislang holen und verlor deswegen so ein wenig den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. Doch dank des 3:1 (0:1)-Auwärtserfolgs bei der SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach ist Roman Prokopenkos Team wieder mittendrin im Rennen um den Klassenerhalt.

Dass in Eckweisbach mit dem noch lange nicht ausgedienten "blau-weiß Hessen"-Schlachtruf gefeiert werden durfte, hatte einige Faktoren: Zunächst einmal konnte Prokopenko seit langer Zeit seine beste Elf ins Rennen schicken, die im 4-4-2 auch funktionierte. Außerdem tat allem Anschein der Pokalsieg von vor zwei Tagen den Köpfen gut. Den Cup hatte zwar eine Elf mit sechs anderen Startelfspielern mit mehr Krampf als Kunst gewonnen, trotzdem waren die Gäste in den Gedanken frei, hatten keinerlei Abstiegsgedanken mit ins Spiel genommen.

Prokopenko von Außen, Keeper Fabian Brunner, Kapitän Andreas Rakk in der Innenverteidigung oder Sechser Lukas Müller-Siebert führten die Mannschaft verbal an. Selbst der höchst unglückliche Pausenrückstand, als Marcel Zehner mit dem zweiten gefährlichen Abschluss traf (44.), sorgte keineswegs für einen mentalen Rückschlag. Vielleicht auch deshalb, weil Philipp Prokopenko dank starker Brustannahme und kompromisslosem Abschluss sofort für den Ausgleich sorgte (49.). Den erlösenden Führungstreffer besorgte hingegen Emmanuel Crawford, der aus mindestens 25 Metern halblinker Position sein Herz in die Hand nahm und genau ins rechte Kreuzeck traf (60.). Nachdem Crawford zwei "einfache" aus zentraler Position liegenließ, machte Joker Niko Pepic auf Flanke Nils Fischers per Direktabnahme den Sack zu (81.).

Erstaunlich: Die zweite Halbzeit war von den Gastgebern gar die bessere als die erste, nur legte da auch die Festspielstadt noch eine Schippe drauf. Die besten Gelegenheiten für Elters hatten Maximilian Kraus (52.) und Zehner (63.), die Brunner aber klasse vereitelte. Bester Mann am Platz war aber weder ein Akteur der Festspielstadt noch einer der Gastgeber: Der überaus erfahrene Schiedsrichter Steffen Krah (Herolz) lieferte eine Leistung der Extraklasse ab, entschied jede kritische Situation goldrichtig und musste nur Pepic wegen Trikotausziehens nach seinem Tor verwarnen.

Die Statistik:

SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach: Conrad – Möller (75. Enders), R. Hahner, Hohmann, Neubauer – Langgut, Reinhard – Haas (81. Schirmer), Grösch, Farnung (51. Kraus) – Zehner.
SG Festspielstadt: Brunner – Hennighausen, Pavic, Rakk, May – P. Prokopenko (66. Pepic), Emmerich (60. B. Augustin), Müller-Siebert, Fischer – Schlensog, Crawford (83. El Ouariachi).
Schiedsrichter: Steffen Krah (SV Herolz).
Zuschauer: 220.
Tore: 1:0 Marcel Zehner (44.), 1:1 Philipp Prokopenko (49.), 1:2 Emmanuel Crawford (60.), 1:3 Niko Pepic (81.).

Autor: Johannes Götze

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