Verbandsliga Nord

Breite Brust fürs Derby holen

27. August 2021, 06:00 Uhr

Timo Müglich fehlt dem FSV Thalau am Samstag im Duell mit dem Lichtenauer FV. Foto: Charlie Rolff

Während der FC Eichenzell am Wochenende die Beine hochlegen darf, sind die anderen Verbandsligisten zum Beginn der englischen Wochen gefordert. Heimrecht genießt nur der FSV Thalau und die SG Bad Soden.

Trotzreaktion gefordert

"Wir können jetzt nur überraschen", sagt Thalaus Trainer Meik Voll im Hinblick auf die Partie gegen Lichtenau (morgen, 16 Uhr). Nach der deftigen Pleite in Sandershausen war Volls Laune verhagelt: "Die Enttäuschung habe ich mit in die Woche genommen. So habe ich meine Mannschaft noch nicht erlebt. Alle haben versagt. Uns muss klar sein, dass es nur geht, wenn sich alle zerreißen. Es gilt, eine Trotzreaktion zu zeigen." Dem FSV wurde aufgezeigt, dass in der Verbandsliga im Vorbeigehen nichts möglich ist. "Es gibt ein oberes Tabellendrittel, wo beispielsweise unser jetziger Gegner hingehört. Und dann gibt es den Rest, die irgend möglich Punkte sammeln wollen." Voll fordert morgen wieder Tugenden, um erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen zu können. Ob mit Sieg oder ohne sei ihm fast egal, "denn wir haben unseren Zuschauer etwas zu beweisen. Gehen wir wieder unter, wird's mit einer breiten Brust anschließend gegen Ehrenberg nichts werden." Ein dickes Fragezeichen steht hinter Oldie Stanislav Szilagyi. Definitiv fehlen werden Timo Müglich (Urlaub), Daniel Schüßler (verletzt) und Neuzugang Ermyas Bereke, dem keine Spielberechtigung vorliegt.

Für Römmich darf's ruhiger sein

Der dreimal siegreiche Tabellenführer empfängt die sieglosen Upländer (morgen, 16 Uhr). „Nach dem aufreibenden Spiel bei der SG Ehrenberg hoffen wir auch eine ruhigere Begegnung gegen Willingen“, sagt Sodens Trainer Anton Römmich. Sofern der Kader gestern das Pokalspiel in Höchst heil überstanden, kann Römmich nahezu aus dem Vollen schöpfen. Angreifer Lukas Ehlert, der in Wüstensachsen Rot sah, wird ebenso fehlen wie Mittelfeldspieler Betim Mezini, der am Freitag frisch verheiratet aus Albanien zurückkehrt und eventuell bei der Reserve zum Einsatz kommt.

Torhüterwechsel bei Ehrenberg

Zahlreiche Ausfälle muss die SG Ehrenberg erneut beklagen. So fehlen beim Gastspiel in Vellmar (morgen, 15.30 Uhr) unter anderem Christoph Neidhardt mit Leistenproblemen und Torhüter Simon Voll, der gegen Bad Soden sich trotz starker Schmerzen im Handgelenk durchbiss. Nun wird für ihn Toni Leimbach ins kalte Wasser geschmissen. "Es ist, wie es ist. Dass zudem weitere Spieler ausfallen, müssen wir wegstecken. Die, die derzeit angeschlagen sind, werden gegen Vellmar ihre Pause bekommen. Bei der aktuellen Belastung verheizen wir keinen", sagt Udo Wischniewski aus dem Führungsteam der SGE. Die Nordhessen sind mit drei Siegen gestartet, trotz einer geschwächten Elf wollen die Rhöner sich bestmöglich präsentieren. Der Blick bei Ehrenberg geht, zumindest was das Personal betrifft, allerdings wohl eher auf den kommenden Mittwoch. Dann kommt Thalau zum Derby.

Der Hitze entkommen

"Es wird hitzig", weiß Florian Roth vor dem Gastspiel seiner Barockstadt-Reserve in Dörnberg (Sonntag, 15 Uhr). Auf dem dortigen Kunstrasen entwickelt sich laut dem Trainer immer ein schwieriges Spiel gegen einen unangenehmen Gegner. Wie vor einem Jahr, als die SGB beim 0:1 den Kürzeren zog. "Wir müssen uns auf zwei Dinge einstellen. Zum einen müssen wir unsere Spielidee versuchen durchzubringen. Dabei gilt es jedoch, elementare Sachen wie den Kampf nicht zu vergessen", klärt Roth auf. Er selbst gönnte sich in dieser Woche einige Tage eine Auszeit in Österreich, mit Niklas Herget leitete sein "Co." das Training. Fehlen wird wohl Anto Vinojcic aus Krankheitsgründen.

In der Spur bleiben

Nach Sand ist für Johannesberg vor Türkgücü Kassel (Sonntag, 15.30 Uhr). Nach der starken Vorstellung am Mittwoch sollten die Türken eigentlich kein Problem für die Elf von Zeljko Karamatic sein. Im bisher einzigen Aufeinandertreffen beider Clubs siegte die SGJ mit 3:0 im Juli 2019. Ein weiterer Sieg, es wäre der dritte nach fünf Spielen und Johannesberg würde sich in der Spitzengruppe festsetzen, würde das Selbstvertrauen vor der Partie gegen Top-Favorit Bad Soden nochmals steigern. Zumal Karamatic nun die kämpferischen Werte bei seinen Mannen erkannte, die gegen Hombressen/Udenhausen noch etwas abgingen.

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