15.09.2018

Bis zur 89. Minute hält Horas dem Druck stand - Fotos

A-Junioren-Hessenliga: Wilde: "Es ist zum Heulen"

Torschützen im Duell: Keanu Banh (links) und Philipp Basmaci. Foto: Charlie Rolff

Dem FV Horas wäre in der A-Junioren-Hessenliga um ein Haar die Überraschung gelungen. Gegen den letztjährigen Bundesligisten SV Wehen-Wiesbaden verlor der Aufsteiger durch ein ganz spätes Gegentor am Ende aber mit 1:2 (1:1).

Bitter war die Niederlage deshalb allemal, wenngleich sie am Ende auch absolut in Ordnung ging. Nach 89 Minuten belohnte Wehen-Wiesbaden das Anrennen in der Schlussphase: Horas bekam nach einer Ecke den Ball nicht weg, Innenverteidiger Anes Hamidovic bedankte sich mit dem Siegtreffer für die Gäste. „Es ist zum Heulen“, war FVH-Coach Matthias Wilde gerade über die Art und Weise der Gegentreffer bedient. Der erste Wehener Treffer war nämlich äußerst strittig, schließlich wurde Nils Hartung von Gäste-Akteur Noel Eichinger gefoult. Schiedsrichter Markus Dannebier sah das anders und entschied auf Strafstoß für die Wehener (15.).

Dabei startete die Partie für Horas eigentlich nach Maß. Keanu Banh hatte seine Farben in Führung gebracht, nachdem er von Mark Zentgraf gut freigespielt wurde und mit Hilfe des Innenpfostens traf (10.). „Wir haben wieder gezeigt, dass wir in der Liga auch gegen Top-Teams konkurrenzfähig sind. Wir sind für jede Mannschaft ein unangenehmer Gegner“, sah Wilde eine Horaser Mannschaft, die lange Zeit auf Augenhöhe mit dem klaren Favoriten agierte.

Chancen im Minutentakt

Und wer weiß, hätten Zentgraf oder der eingewechselte Julian Helm ihre guten Konterchancen mit einem Abschluss veredelt, wäre vielleicht sogar ein Heimsieg im Bereich des Möglichen gewesen. Stattdessen war es aber der SV Wehen-Wiesbaden, der in der Schlussphase aufwachte und quasi Chancen im Minutentakt kreierte. „Der Gegner hat in der zweiten Halbzeit enormen Druck gemacht. Wir kamen dagegen nicht mehr so in die Kontersituationen“, stellte Wilde zurecht fest.

Lange Zeit war es Keeper Maurice Pappert zu verdanken, dass Horas das 1:1 fast bis zum Spielende halten konnte. Alleine gegen den Torschützen Philipp Basmaci hielt der Schlussmann zweimal hervorragend (71., 84.). Auch gegen Eichinger war der Keeper der Sieger (87.), nachdem zuvor Cedrik Keller auf der Linie gegen Eichinger klären musste. Yusuf Ürel knallte den Ball darüber hinaus an die Latte (73.). Horas kam in der Schlussviertelstunde dagegen kaum noch über die Mittellinie, hätte das Unentschieden, das aufgrund der kämpferischen Leistung auch nicht unverdient gewesen wäre, aber fast über die Zeit gebracht. Bis Hamidovic nach der Ecke die Hoffnungen zerstörte.

Die Statistik:

FV Horas: Pappert - Zentgraf, Eckard, Hartung (23. Woltert), Hütsch - Keller, Fabrizius - Drimalski (66. Peli), Banh, Vogler (76. Helm) - Odenwald.
SV Wehen Wiesbaden: Lyska - Zeller, Hamidovic, Zeghli, Sedy (81. Alberg) - Kummer - Teller (68. Brunner), Ürel (81. Parker), Leibold - Eichinger (90.+1 Polichronakis), Basmaci.
Schiedsrichter: Markus Dinnebier (Schlüchtern).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Keanu Banh (10.), 1:1 Philipp Basmaci (15., Foulelfmeter), 1:2 Anes Hamidovic (89.).

Autor: Steffen Kollmann

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe