15.10.2019

Beide Seiten basteln noch am Kader

Kreispokal Fulda, Achtelfinale: Mittelkalbach gegen Barockstadt am B-Feld

Jan-Niklas Jordan (links, im Duell mit dem Hanauer Sascha Ries) blieb am Samstag im Rasen hängen und wird heute Abend in Mittelkalbach nicht dabei sein. Foto: Charlie Rolff

Beim SV Mittelkalbach steigt heute Abend (19 Uhr) das vorletzte Achtelfinale im Fuldaer Kreispokal. Der Süd-Kreisoberligist um Spielertrainer Florian Günther erwartet Hessenligist SG Barockstadt.

„Eigentlich ist das für uns so etwas wie ein Spiel des Jahres, aber ausgerechnet jetzt haben wir kaum noch Leute zur Verfügung. Nicht nur ich, sondern der ganze Verein bastelt aktuell daran, dass wir einen halbwegs ordentlichen Kader zusammen bekommen“, hadert Mittelkalbachs Trainer, der sogar schon bei Altmeister Jochen Diegmüller anklopfte, sich aber eine Absage einheimste. So wird mit Felix Leinweber ein erst am Sonntag 18 Jahre alt gewordener Youngster erstmals in der Kalbacher Startelf stehen.

Gespielt wird auf dem B-Feld in Mittelkalbach, weil man nur dort über Flutlicht verfügt. B-Feld ist in diesem Fall aber von den Platzverhältnissen her eher als positiv anzusehen. Der eigentlich als Trainingsplatz gedachte Rasen ist nämlich frisch saniert und deutlich besser in Schuss, als sich aktuell das eigentliche Spielgelände des Außenseiters präsentiert.

Der haushohe Favorit SG Barockstadt wird mit einer stark gemischten Mannschaft antreten. „Ein Teil besteht aus dem Hessenligakader, dazu kommen Verbandsligaspieler und eventuell auch noch der ein oder andere von den A-Junioren“, sagt Trainer Sedat Gören, der keinerlei angeschlagene Spieler ins Rennen schicken wird. So werden Leute wie Dominik Rummel oder Jan-Niklas Jordan definitiv nicht mit dabei sein. „Ich nehme ausschließlich Spieler mit, die topfit sind. Wir werden da nichts riskieren“, verdeutlicht Gören, bei dem der Stachel nach zuletzt fünf Pflichtspielen ohne Sieg tief sitzt. Zumal das 1:2 gegen Hanau 93 über weite Strecken eine miserable Vorstellung war.

„Das Spiel war ärgerlich und frustrierend. Aber es bringt jetzt auch nichts, wenn wir nachkarten und uns in etwas hinein steigern. Wir werden das genau analysieren und dann versuchen, dass wir es besser machen“, so der Barockstadt-Coach, der im Gegensatz zu seinem Kapitän Patrick Schaaf die Vielzahl an Spielen in den letzten Wochen als Hauptgrund sieht. „Das waren jetzt fünf Spiele innerhalb von knapp 14 Tagen. Dazu läuft auch einiges gegen uns: Ich denke da an die Torhüter von Vilbel oder Hanau, die wochenlang in der Kritik standen. Ausgerechnet gegen uns wachsen die dann über sich hinaus und zeigen klasse Leistungen. So ist das manchmal im Fußball.“

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