Wird nachgelegt?

Bär: "Dynamisch über 90 Minuten sein"

Hessenliga: Neuhof bei wiedererstarktem Dreieich zu Gast

17. Oktober 2019, 12:03 Uhr

Auf Akif Kovac (links) und den SV Neuhof wartet am Samstag der wiedererstarke SC Hessen Dreieich. Foto: Luca Raab

Die Moral, die der SV Neuhof in der Vorwoche beim 3:2 gegen Bad Vilbel zeigte, war immens. Am Samstag (15 Uhr) muss der Aufsteiger erneut Farbe bekennen, denn die Reise führt zum wiedererstarkten Regionalliga-Absteiger SC Hessen Dreieich. Für Trainer Alexander Bär wäre ein Punkt fast schon sensationell.

„Ein schönes Gefühl“, sagt Bär, als der Trainer den ersten Sieg unter seiner Regie beschreibt. Besonders für die Mannschaft habe er sich gefreut: „Bad Vilbel kam im Angriffspressing wie die Fliegen. Dann liegen wir mit zwei Toren hinten, drehen das Ding aber noch. Das sind dann pure Emotionen.“ Dass der 48-Jährige mit seiner taktischen Umstellung (bereits nach 30 Minuten musste Innenverteidiger Leon Bräuer für Stürmer Baris Özdemir weichen) einen gewissen Anteil daran hat, sei „glücklich“ gewesen. „Es kann auch anders laufen“, weiß Bär. Das Auftreten stimmte ihn jedoch ab jenem Zeitpunkt zufrieden, so dass seine Spieler am Montag nach der kräftezerrenden Partie trainingsfrei hatten.

Eine große Veränderung, seitdem sein Vorgänger Valentin Plavcic die Segel streichen musste, erkennt der Übungsleiter noch nicht. Einzig die Sicherheit ist bei seinen Spielern ein Stück weit zurück. „Wir haben allerdings noch immer an unseren Defiziten zu arbeiten. Noch gelingt es uns nicht, über 90 Minuten dynamisch zu sein. Doch wir sind auf einem guten Weg“, macht Bär klar. Dass der Sieg kein Grund zu übertriebener Freude ist, zeigt sich allein beim Blick auf die Tabelle. Mit nun elf Punkten hat der SV Neuhof lediglich den Anschluss an die Konkurrenz gehalten – und steht noch immer auf einem Abstiegsplatz.

Der kommende Gegner hat sich in den vergangenen Wochen allerdings punktetechnisch immer weiter von den Kali-Kickern entfernt. Vier Siege aus den letzten sieben Spielen feierte der letztjährige Regionalligist, zudem wurde Hessen Kassel am Mittwoch dank zweiter ganz später Tore ein Punkt abgetrotzt. Dreiech deutet so langsam seine Klasse an, schließlich galten die Rand-Frankfurter mit ihrem schmucken Hahn-Air-Sportpark zu den Favoriten auf den Aufstieg. „In blendender Verfassung sind sie nun“, sagt Bär, „doch wir nehmen es, wie es ist. Wichtig ist, dass wir die Grundelemente auf den Platz bringen. Das Team muss funktionieren und wir müssen fighten.“ Wenn diese Eigenschaften zu sehen sind und „wir ein tolles Spiel machen, kann ich auch mit einer Niederlage leben. Ein Pünktchen wäre sensationell“, frohlockt der 48-Jährige.

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