Hessenliga

"Auswärtssiege sind schön"

26. September 2020, 15:45 Uhr

Der Hünfelder SV feiert endlich wieder einen Sieg im Kreis. Foto: Johannes Götze

Dank einer brillanten zweiten Halbzeit hat der Hünfelder SV den Bock umgestoßen und den ersten Dreier der Saison gefeiert: Der 2:0 (0:0)-Sieg bei Spitzenteam Rot-Weiss Hadamar ist ein verdienter.

Der HSV kam mit einer ganz breiten Brust aus der Kabine – und wollte den Führungstreffer unbedingt. Den erarbeiteten sich die Hünfelder dann redlich. Alexander Reith gelang in der Zentrale die Balleroberung, Lukas Budenz der Zuckerpass auf Kevin Krieger, der für Torschütze Julian Rohde auflegte (53.). Den Sack machte zehn Minuten vor Schluss André Vogt zu, als er einen direkten Freistoß mit etwas Dusel unter der Mauer hindurch reinschoss (80.). Zwischenzeitlich hatte Hünfeld nur eine wirklich brenzlige Situation zu überstehen, aber Jacob Pistor vergab freistehend (71.).

Einmal hatte Coach Johannes Helmke in der Startelf getauscht: So kehrte Kapitän Julian Rohde in die Startelf zurück, dafür musste Mittelstürmer Max Vogler weichen. Entsprechend spielte Alexander Reith wieder in der vordersten Reihe, die diesmal deutlich variabler als zuletzt zu Werke ging. Gerade Linksaußen Maximilian Fröhlich und Reith tauschten oft die Positionen. Aber beim Blick auf die Aufstellung wurde auch deutlich, dass es personell immer enger wird: Mit Vogler, Christoph Sternstein und Jonas Budenz nahmen nur noch drei Feldspieler auf der Bank Platz.

Durchgang eins gestaltete sich weitgehend ausgeglichen. Zwar hatte Hadamar etwas mehr den Ball, agierte im 4-4-2 aber oft durchsichtig und einfallslos. Richtig gefährlich wurde es daher für Fabian Brunner nur einmal, als Pistor eine Doppelchance versemmelte: Erst traf er den Pfosten, dann setze er das Leder auf das Tornetz (31.). Der HSV hingegen setze Nadelstiche – auch brandgefährlich und spielerisch wohl durchdachte. Allerdings fehlten Krieger (10.) und Marcel Dücker (38.) im Abschluss der Mumm, sie warteten aus besten Positionen zu lange und schenkten Großchancen so leichtfertig her. Nachher war das egal, wie Helmke seiner Mannschaft mit auf den Weg: "Hochverdient", rief er ihr zu, die zuvor unter Beweis gestellt hatte, dass sie spielerisch wie kämpferisch auch mit den Topteams mithalten kann.

Die Statistik:

SV Rot-Weiss Hadamar: Hasselbach – Teller (73. Üzer), Dillmann, Herdering, Rücker – Matthias Neugauber, Markus Neugebauer, Velemir (59. Sedy), Schäfer – Pistor, Basmaci (59. Kittel).
Hünfelder SV: Brunner – Dücker, Faulstich, Witzel, Vogt – Gadermann, L. Budenz – Krieger (63. Sternstein), Rohde (74. Vogler), Fröhlich (87. J. Budenz) – Reith.
Schiedsrichter: Florian Tesch (SC Hassia Dieburg).
Zuschauer: 160.
Tore: 0:1 Julian Rohde (53.), 0:2 André Vogt (78.).
Gelb-Rote Karte: Franz Faulstich (86., Hünfeld).

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