28.06.2018

Aus Spielgemeinschaft wird Spaßgemeinschaft

Verbandsliga Süd: Bornheim hat Historisches erreicht

Als Aufsteiger und Pokalsieger liegt eine erfolgreiche Saison hinter Bornheims Trainer Maik Rudolf. Foto: Steffen Turban

Als Aufsteiger mit geringem Etat hat der Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd für die SG Bornheim oberste Priorität. Nach der erfolgreichen Saison 2017/18 erwartet die Grün-Weißen in der kommenden Runde nun das neues Abenteuer und eine Liga, in der der Verein noch nie vertreten war.

Erst in ein paar Jahren werden seine Spieler und er begreifen, welcher Erfolg ihnen in der Spielzeit 2017/18 gelungen ist. Da ist sich Trainer Maik Rudolf sicher. Hinter Bornheims Coach liegt eine sehr erfolgreiche Zeit. Neben dem Aufstieg wurde sein Team nämlich auch Sieger des Frankfurter Kreispokals und darf in der kommenden Runde am Hessenpokal teilnehmen. "Natürlich hat Kalbach mit dem Rückzug seinen Teil dazu beigetragen, dass wir aufgestiegen sind. Dennoch ist es für uns alle eine historische Saison, denn wir waren nicht nur eine spielstarke Mannschaft mit Herz, sondern haben auch konstant gespielt", nennt Rudolf das Erfolgsrezept des "wunderschönen Betriebsunfalls". Diese Konstanz war es, die in den letzten Jahren gefehlt hat, um den Sprung eine Liga höher zu schaffen.

Nun ist es den Grün-Weißen also gelungen und die Vorfreude sowie Euphorie auf die kommende Saison ist riesig. Mit allen Mitteln soll dann der Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd gelingen. Der Spaß soll dabei aber nicht auf der Strecke bleiben, wie Trainer Rudolf betont: "Wir haben richtig Bock. Gleichzeitig soll der Fußball für die Jungs ein Hobby bleiben und aus der Spielgemeinschaft soll eine Spaßgemeinschaft werden. Unsere Möglichkeiten sind begrenzt, deshalb können wir nur über die Kameradschaft erfolgreich sein und nur mit dem Bornheim-Gen bestehen." Trotzdem will sich der Aufsteiger nicht verstecken und nicht unter Druck setzen lassen, sondern mit Demut und Respekt an die Aufgabe gehen. Dies soll mit den Spielern gelingen, die den Verein in die Verbandsliga geführt haben. Fast der gesamte Kader konnte dabei gehalten und durch Neuzugänge in der Breite verstärkt werden (wir haben berichtet).

Bornheim will attraktiven Fußball spielen

Einen großen Kader wird Bornheims Trainer auch benötigen, denn im August beginnt nicht nur die neue Spielzeit in der Verbandsliga, sondern es wird auch die erste Runde des Hessenpokals ausgetragen. Auch an diesem nimmt der Verein erstmals teil. Es werden also spannende Wochen für die Bornheimer im August, die es zu überstehen gilt. Das weiß auch der Coach. "Der Lernprozess wird das gesamte Jahr gehen, denn es wir auch Phasen geben, in denen wir mal ein paar Spiele hintereinander verlieren, schließlich sind wir nun in wenigen Partien Favorit. Trotzdem werden wir auf unsere Tugenden setzen und attraktiven Fußball spielen, wir haben ja nichts zu verlieren", so Rudolf, der sich sicher ist, dass seine Mannschaft die Klasse halten kann.

Am ersten Spieltag dürfen sich die Grün-Weißen dabei über ein Heimspiel gegen den FFV Sportfreunde 04 freuen, die als zweiter West-Gruppenligist über die Aufstiegsspiele ebenfalls den Sprung in die Verbandsliga Süd geschafft haben. "Wir freuen uns auf das erste Spiel und hoffen, dass wir uns im Verlauf der Runde einen Namen machen können und uns niemand unterschätzt", lauten die Hoffnungen von Rudolf. Am zweiten Spieltag ist seine Mannschaft dann in Wald-Michelbach gefordert, wohin es gemeinsam mit den Fans in einem Bus gehen soll. Finanziert werden soll die Fahrt auch von Geldern des neugegründeten Förderkreis.

"Das sind alt eingesessene Bornheimer Kicker, die diesen Förderkreis aufgrund der erfolgreichen Saison gegründet haben. Die Gelder sollen für Dinge, wie Mannschaftsessen, die Arbeit der Physios, Busfahrten und Trainingsmaterial genutzt werden", äußerte sich Rudolf zum Förderkreis. Nun geht es für die Bornheimer in den kommenden Wochen aber erst einmal darum, sich auf die neue Runde vorzubereiten. Neben dem Seckbach-Cup und dem Sparkassen-Cup bestreiten die Grün-Weißen Testspiele gegen den FSV Fernwald (am 1. Juli) und den SKV Beienheim (12. Juli). Zudem wird es ein Trainingswochenende geben, um das Team auf die kommende Spielzeit einzuschwören. Motivation bedarf es dabei sicherlich keine.

Autor: Selina Eckstein

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