18.08.2019

Aus 1:4 mach 4:4

Gruppenliga: Rote Karte ändert Spiel

Lukas Budenz blieb vom Elfmeterpunkt zweimal eiskalt, da kann Simon Ludwig im Kerzeller Tor nichts ausrichten. Foto: Siggi Larbig

Ein heißes Spiel zur Mittagszeit auf der Rhönkampfbahn, weil eine frühe Rote Karte die auf der Siegerstraße wähnende Helvetia Kerzell fast gänzlich wieder davon abbrachte und am Ende froh sein konnte, dass die HSV-Reserve das Spiel nicht mehr drehte.

Kerzell nutzte zunächst die sperrangelweit offene Defensive Hünfelds gnadenlos aus. Immer wieder spielten die Gäste nach Ballgewinnen schnell in die Spitze und führten dank des überragend aufgelegten Dreifachtorschützen Sascha Heil früh mit 4:1. Doch ein Handspiel von Moritz Müglich veränderte das Spiel. Er sah Rot, Lukas Budenz traf zum zweiten Mal vom Punkt und Kerzell musste über 50 Minuten in Unterzahl agieren. Der HSVwusste damit zunächst wenig anzufangen, stand nun aber geordneter und war das überlegene Team. Verpassten Jonas Budenz und Levin Baumgart noch das 3:4, war es A-Junior Max Schafranek, der per tollem Solo sein Debüt mit dem Anschlusstreffer krönte. Kurz später schraubte sich Jan-Luca Göbel nach einer Geyer-Ecke hoch und sorgte für das 4:4.

Und Hünfeld hätte den Spieß gar komplett umdrehen können, allerdings scheiterte Baumgart nach einem weiteren Schafranek-Solo und auch selbst hätte Schafranek das Spiel krönen können, wurde aber in letzter Sekunde abgedrängt, nachdem Andreas Steinmetz durchgesteckt hatte. „Wenn man nach einem 1:4 noch einen Punkt holt, ist man natürlich zufrieden“, analysierte HSV-Coach Johannes Helmke, zumal ihm mächtig Personal fehlte und sein Team ungeschlagen ist.

Die Statistik:

Schiedsrichter: Felix Kempa (TSV Mardorf).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Sascha Heil (9.), 0:2 Darko Lazarevski (15.), 1:2 Lukas Budenz (24., Foulelfmeter), 1:3 Sascha Heil (28.), 1:4 Sascha Heil (37.), 2:4 Lukas Budenz (40., Handelfmeter), 3:4 Max Schafranek (75.), 4:4 Jan-Luca Göbel (79.).
Rote Karte: Moritz Müglich (Kerzell) wegen Handspiels zur Verhinderung eines Tores (38.).

Autor: Johannes Götze

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