17.07.2019

Aschenbrücker: "Moralisch unter aller Sau"

Testspiele: RSV schiebt Frust nach Neu-Abgang und unterliegt Eichenzell

Boris Aschenbrücker (rechts) kann mit den modernen Gebahren im Amateurfußball nicht viel anfangen. Foto: Charlie Rolff

Mit der SG Barockstadt II, dem FC Eichenzell und der SG Bad Soden waren am Mittwochabend drei Verbandsligisten in Testspielen aktiv. Eichenzell gewann 6:2 gegen Petersberger, die nach dem kurzfristigen Abgang ihres Spielmachers richtig angefressen sind.

Haimbacher SV – SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II 0:1 (0:0).

Beide Mannschaften waren nicht im frischesten Zustand, Haimbach hatte viele Ausfälle zu beklagen, die Barockstadt nur zwölf Spieler dabei, von denen sich Anto Vinojcic noch wegen Leistenproblemen früh verabschieden musste. „Haimbach hat das hinten sehr gut gemacht, Hans-Peter Schwarz musste auch zweimal sein ganzes Können bei uns im Tor zeigen. Im Laufe des Spiels konnten wir mehr Durchschlagskraft entwickeln“, so SGB-Coach Marco Lohsse, der sich über den ersten Test ohne Gegentor freute. Zum Sieg traf wieder einmal Christoph Sternstein (80.).

RSV Petersberg – FC Eichenzell 2:6 (2:1).

Die Petersberger schoben nach dem kurzfristigen Abgang ihres Leistungsträgers Aaron Neu nach Flieden am Mittag mächtig Frust. „Charakterlich und moralisch war das unter aller Sau. Sowohl vom Spieler als auch vom Verein, der ihn nach der eigentlich abgelaufenen Transferperiode lockt. Das ist schon alles sehr bedenklich, wie sich das entwickelt“, brodelte es in Routinier Boris Aschenbrücker, der seine Petersberger sogar in Führung brachte. Nach und nach gewannen die ohne ihren kränkelnden Trainer Heiko Rützel an die Landwehr gereisten Eichenzeller aber die Überhand.
Tore: 1:0 Boris Aschenbrücker, 1:1, 1:2 Aron Loui Jahn, 1:3, 1:4 Mikael Avanesian, 1:5, 1:6 Rudi Wasirow, 2:6 Florian Bott.

Hanauer SC 1960 - SG Bad Soden 3:1 (2:1).

Der Vergleich zwischen Verbandsliga Süd und Nord ging gestern im Hanauer Herbert-Dröse-Stadion vor 50 Zuschauern klar an den Süden: Der kurdische Verein Hanauer SC 1960, starker Vorjahresvierter, bezwang den amtierenden Fuldaer Gruppenligameister, Aufsteiger SG Bad Soden, mit 3:1 (2:1) Toren. Leicht hätten die Hanauer höher gewinnen können, eine Klatsche verhinderten allein die exzellenten Sodener Torhüter Abdul Ersöz vor und Matthias Neiter nach der Pause. Neiter krönte seine starke Vorstellung, indem er einen Strafstoß parierte. „Das war ein Supertest mit vielen Erkenntnissen. Es war gut zu sehen, wie die Mannschaft mit Stresssituationen umgeht. Hanau war ein technisch starker Gegner, der sehr schnell gespielt hat und uns mit hoher Qualität sehr viel abverlangt hat“, sagte Sodens Sportdirektor Wladimir Römmich. Über weite Strecken offenbarte Bad Soden jene Schwächen im Abwehrverhalten, die aus der Abstiegssaison 17/18 hinlänglich bekannt sind. Sehr wacklig war die Dreier-Kette vor, ein wenig sicherer die Vierer-Kette nach der Pause. Den Sodener Treffer zum 1:2 erzielte Daniele Fiorentino auf Zuspiel von Khaibar Amani (40.) nach einem Spurt über den halben Platz. hall, oi

Autor: Christian Halling

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