09.11.2019

Am Ende überschlagen sich die Ereignisse – Fotos

Verbandsliga: Johannesberg gewinnt wichtiges Spiel gegen Willingen

Johannesbergs Patrise Gjocaj (rechts) traf zum 1:0-Führungstreffer gegen Willingen. Foto: Kevin Kremer

Im Verfolgerduell in der Verbandsliga behielt Johannesberg gegen Willingen mit 2:1 (1:0) die Oberhand. Nach einer durchwachsener ersten Halbzeit steigerten sich die Hausherren und hielten den Gegner mit Offensivfußball vom eigenem Tor fern. Wurden am Ende aber fast für den eigenen Chancenwucher bestraft.

Tempo, Tempo, Tempo war das Johannesberger Motto in der Anfangsphase. Frühes Pressing führte zu schnellen Ballgewinnen und diese zu frühen Torchancen. Nach einer gespielten Minute scheiterte Stefan Calin aus spitzem Winkel, zwei Minuten später machte es Patrise Gjocaj von von der andren Seite, nämlich von57 halbrechts besser und schweißte das Spielgerät ins kurze Eck zur Führung (3.). Der Treffer ging aber zu 70 Prozent auf das Konto von Marcel Mosch, der über den halben Platz marschierte und am Ende die Übersicht behielt.

Wer dachte, dass die Gastgeber in der Folge ein Feuerwerk abbrennen, der täuschte sich gewaltig, denn im Anschluss meldete sich auch Willingen in der gegnerischen Hälfte an, auch weil Johannesberg den Gegner gewähren ließ. Hinzu kam die verletzungsbedingte Auswechslung von Kapitän Niklas Zeller, dessen Ruhe im Mittelfeld gänzlich vermisst wurde. Die Gäste versuchten mit schnellem Umschaltspiel zum Torerfolg zu kommen und vor allem Florian Heine sorgte für viele Gefahr. Da die Angriffe aber nicht zwingend genug zu Ende gespielt wurden (28., 39.), blieb Johannesberg die gefährlichere Mannschaft. Die Mannen um Trainer Zeljko Karamatic konterten im eigenem Stadion, doch weder Stefan Calin (23.), noch Mosch (45.) brachten die Kugel im Tor unter.

Waren in der ersten Halbzeit eher mau, entwickelte sich nach dem Seitenwechsel eine höchst attraktive Begegnung, auch weil beide Mannschaften mit offenem Visier spielten. Nach einem brenzligen Zweikampf ging Heine gegen Mouegni zu Fall. Willingen forderte Rot wegen Notbremse, doch der Unparteiische Lars Wacker ließ weiterlaufen. Johannesberg machte in der Folge den frischeren Eindruck und drückte auf das zweite Tor. Marius Löbig scheiterte mit seinem Distanzschuss an der starken Parade von Yannick Wilke (57.) und Mosch zielte knapp drüber (60.).

Da sich Willingen zu keiner Zeit aufgab, boten sich für die Rot-Weißen Räume, die sie auch bis zum letzten Pass gut zu nutzen wussten. Dadurch konnten die Rot-Weißen den Gegner weitestgehend vom eigenem Tor halten, die Vorentscheidung ließ aber trotz mindestens zehn guter Konterchancen auf sich warten. Und wie es im Fußball eben ist, macht der Gegner mit seiner ersten Chance das Tor. Jan Henrik Vogel kam 20 Meter vor dem Tor an den Ball und traf per sattem Flachschuss (80.). Das letzte Wort hatte aber der starke Mosch und Mouegni. Zuerst traf Mosch per Kopf zur Führung (86.), zwei Minuten später klärte Mouegni per Fallrückzieher auf der Linie (88.): Durchatmen, Abpfiff, Feierstimmung.

SG Johannesberg: Hofacker - Lembach, Mondo Mouegni, Moise, Velkovski - Reksius - Zeller (20. Fotsing), Mosch, Gjocaj - Calin (46. Leucuta, 90. Vranjes), Löbig.
SC Willingen: Wilke - Kroll, Mütze, Keindl, Albers - Schumann (67. Müller), Bott, Vogel - Ulbrich, Butz, Heine.
Schiedsrichter: Lars Wacker (Niddatal).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Patrise Gjocaj (3.), 1:1 Jan Henrick Vogelk (80.), 2:1 Marcel Mosch (86.).

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