Hessenliga: Krichbaum mahnt

„Alles ein bisschen mit Vorsicht zu genießen“

10. September 2021, 05:22 Uhr

Youness Breir (rechts) sammelte mit Viktoria Griesheim bislang vier Punkte, die am Ende nichts wert sein könnten. Foto: Charlie Rolff

In der Gruppe B der Hessenliga empfängt am Samstag (15 Uhr) der Vorletzte den Letzten. Für Griesheims Abteilungsleiter Uwe Krichbaum kommt die bislang überschaubare Punkteausbeute sogar noch trügerisch daher – und vermisst vor dem Heimspiel gegen Ginsheim weiterhin seinen Zielspieler.

„Das 0:4 in Zeilsheim am Sonntag war so ein bisschen symptomatisch für unsere Situation. Wir spielen ganz gut, aber nach vorne fehlt der Punch. Es ist schon bitter, dass wir noch immer auf Patrick Stumpf verzichten müssen, den wir genau für diese Rolle verpflichtet haben“, erklärt Krichbaum. Stumpf, lange Profi, kehrte vor der Saison zur Viktoria zurück und verletzte sich im ersten Spiel nach einer Viertelstunde. Erst in zwei, drei Wochen ist mit seiner Rückkehr zu rechnen, bis er im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird, könnte schon die Hälfte der Vorrunde gespielt sein.

Erst vier Tore hat Griesheim erzielt, drei gegen Eddersheim, eines im Rückspiel gegen Hadamar, dreimal stand die Null auf der falschen Seite. „Und ausgerechnet die vier Punkte gegen Eddersheim und Hadamar könnten am Ende gar nicht zählen, wenn wir in die Playdowns kämen und Hadamar und Eddersheim wie erwartet in die Playoffs“, bedauert Krichbaum, der nicht nur deswegen zur Vorsicht mahnt: „Der Spielplan ist insgesamt ein bisschen schräg. Wir haben beide Spiele gegen Hadamar hinter uns, spielen beispielsweise im Oktober binnen einer Woche zweimal gegen Bad Vilbel. Gut sind solche Konstellationen nicht unbedingt, weil dass dann beispielsweise Spiele sind, die richtig zählen könnten.“ In den nächsten drei Spielen – gegen Ginsheim, Walldorf und in Dietkirchen – braucht’s Krichbaums Meinung daher zwingend Punkte – ohne dass Stumpf helfen kann.

Aber nicht nur der Spielplan ist schräg – sondern auch die Tabelle: Dreieich hatte bereits zweimal spielfrei, Türk Gücü Friedberg zweimal aufgezwungene Corona-Pause. Beide Teams sind leistungsmäßig in den oberen Gefilden zu erwarten – und bestreiten daher auch so etwas wie die Topspiele des Wochenendes. Ohne dass sich dies bislang in der Tabelle widerspiegelt. Dreieich bereits am Freitagabend (19.30 Uhr) gegen Rot-Weiss Walldorf. Das Überraschungsteam der Vorsaison hat bislang nur in Dietkichen verloren, kann erneut auf die Treffsicherheit von Nico Struwe (drei Saisontore) vertrauen und kann mit breiter Brust in den Sportpark Dreieich reisen.

Türk Gücü Friedberg hat hingegen den Tabellenführer zu Gast: Am Samstag (15 Uhr) reist Rot-Weiss Hadamar nach Ober-Rossbach. Hadamar ist noch ungeschlagen nach fünf Spielen, zeigte sich zuletzt unbeeindruckt von dem großen Namen Dreieich und knüpft an die erfolgreichsten Zeiten in Hessens Oberhaus an. Den Spieltag runden die Partien Waldgirmes gegen Eddersheim (15 Uhr) und Dietkirchen gegen Zeilsheim (16 Uhr, beide Samstag) ab.

Kommentieren