22.03.2019

95 Minuten Pokalfight ohne Happy End

A-Junioren-Hessenpokal: Eitratal/Kegelspiel unterliegt wankendem Favoriten Wieseck

Andreas Köller und seine JSG Eitratal/Kegelspiel lieferten einen tollen Pokalfight. Foto: Charlie Rolff

Die JSG Eitratal/Kegelspiel hat die Sensation in der dritten Runde des Hessenpokals verpasst. Bei der 0:2 (0:0)-Niederlage gegen Hessenligist Wieseck wuchs der Gruppenligist jedoch über sich hinaus.

Die rund 200 Zuschauer im Arzeller Waldstadion hatten in der 90. Minute bereits den Jubelschrei auf den Lippen, doch Jonas Hofmann war nach toller Hereingabe von Fabio Witzel wohl zu überrascht, denn freistehend scheitere Hofmann aus kurzer Distanz an Wiesecks Keeper Jonas Burger. Wer jedoch nun an eine Verlängerung dachte, wurde von den Gästen eines Besseren belehrt. Der zuvor eingewechselte Lukas Stefanowski bestrafte die Hausherren nämlich umgehend, als er am zweiten Pfosten nur noch einschieben musste (90.+3). Bei einem Befreiungsschlag zwei Minuten später war Stefanowski auf und davon und erhöhte. „Für uns war es sehr schwer, da Kombinationsspiel nicht wirklich möglich war. Eitratal hat als Gruppenligist alles gegeben“, meint der Doppeltorschütze glücklich.

Dass es überhaupt über 90 Minuten torlos blieb, lag auch an zwei glänzend aufgelegten Keepern. Der Gruppenligist hatte im ersten Durchgang sogar die deutlich größeren Chancen, doch weder Artan Ramadani (8., 23.) noch Lukas Kehl (14.) brachten das Netz zum wackeln. Wieseck wirkte noch auf der Autobahn, war teilweise zu behäbig und kam lediglich aus der Distanz zum Abschlüssen. Aus der Kabine kam der Hessenligist jedoch deutlich besser und schnürte Eitratal mit mehr Ballsicherheit in die eigene Hälfte. Die Abwehr der JSG um das Innenverteidiger-Duo Julius Herber und Elias Budenz und Torwart Lucas Klein machten allerdings jegliche Vorstöße zunichte, wie bei Keins Glanztat in Minute 86, als der Keeper mit einem unglaublichen Reflex die Null hielt. Und wenn die elf kämpfenden Eitrataler doch mal geschlagen waren, verhinderte die Latte schlimmeres, wie bei Janik Gross‘ Lattenkracher (53.). Andreas Köller, Trainer der JSG, war dementsprechend stolz auf seine Jungs und konnte nur schwer in Worte fassen, was er zuvor gesehen hatte: „Jeder ist über sich hinausgewachsen. Ich habe nur an jeden appelliert, dass sie die Bühne genießen sollen.“

Die Statistik:

JSG Eitratal/Kegelspiel: Klein – S. Meissmer, Herber, Budenz, M. Meissmer – Stumpf, Schwalbach, Witzel – Köller, Ramadani, Kehl (J. Hofmann, Hahn, Zentgraf, Mihm).
TSG Wieseck: Burger – Kocatürk, Berledt, Umsonst, Mandler – Gross – Bebe, Grönke, Hendrich, Mc Cain – Heep (Fe. Hoerr, Fi. Herr, Stefanowski).
Schiedsrichter: Tobias Lecke (FC Gilfershausen).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 und 0:2 Lukas Stefanowski (90.+3, 90.+5).

Autor: Tobias Konrad

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