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2:4 - Chancen waren vorhanden – Fotos

Hessenliga: Hanau 93 siegt am Mühlengrund

Einen Schritt zu spät: Steinbachs Fabian Wiegand (Bildmitte) kann Oktay Bulut nicht mehr am Torerfolg hindern. Foto: Kevin Kremer

Für den SV Steinbach wird es im Keller der Hessenliga immer dunkler: Gegen Mitaufsteiger und Mitkonkurrent Hanau 93 kassierte der SVS eine bittere 2:4 (0:2)-Heimniederlage. Schade für die Elf von Petr Paliatka, denn die Grundtugenden waren alle vorhanden.

Die Steinbacher hatten zunächst Torwartsorgen. Tim Kleemann (Grippe) musste zwei Tabletten einwerfen, damit er auflaufen konnte und Daniel Heinrich saß ebenfalls angeschlagen auf der Bank. Bei Hanau saß Torjäger Salvatore Bari nur auf der Bank. Teamkollege Gischewski musste während des Aufwärmens passen. Dafür rückte kurz vor Spielbeginn Bulut in die Startelf.

Das die Steinbacher nach 45 Minuten 0:2 hinten lagen war völlig unnötig. Die besseren Chancen hatte jedenfalls das Team von Petr Paliatka. Doch es wurde deutlich, warum der SVS mit erst acht Toren den schwächsten Angriff der Liga bildet. Fabian Koch (7., Scheitert aus einem Meter an Brao), Michael Wiegand (17., der alleine vor dem Tor auftauchte, aber vorbei schoss) und Max Stadler (22., hatte nach einem kapitalen Fehlpass den Torwart schon umspielt, jagte den Ball aber an die Unterkante der Latte), hätten treffen müssen, Leon Wittke mit einem Freistoß (24.) treffen können.

Anders Hanau: Klasse herausgespielt war das 0:1, als Michael Fink einen Diagonalpass über 40 Meter das Feld öffnete. Ries nahm den Ball perfekt an und brachte ihn scharf nach innen. Da stand mit Sebastian Bott ein Steinbacher, der das Spielgerät mit Wucht ins eigene Tor jagte. Danach verbummelte Suljic das 0:2, als Gemming in höchster Not blockte (15.), ehe mit dem Pausenpfiff das zweite Gegentor für Steinbach fiel. Viel zu leicht ließ sich die Abwehr in der Vorbereitung ausspielen. Oktay drückte den Ball aus einem Meter nur noch ein.

Schade war das Resultat besonders deshalb, weil die Steinbacher Wille, Einsatz und Moral zeigten.

Das gleiche Bild auch im zweiten Abschnitt: Weiter versuchte Steinbach alles, aber im Abschluss hakte es. Oft wurde ein Tick zu viel gemacht, manchmal fehlte ein Zentimeter, damit der Pass durchgesteckt gewesen wäre. Anders Hanau: Nach einer Ecke nutzte der Traditionsverein eiskalt aus, dass die Steinbacher Abwehr zuschaut, wie Oktay abschloss. Ausgerechnet Oktay, der erst durch die Verletzung von Gischewitz ins Spiel kam.

Die Hoffnung, das nach Dimitrijevics Anschluss noch einmal Spannung aufkommen würde, hielt vier Minuten. Dann lief Steinbach nach einer eigenen Ecke brutal in einen Konter, wobei der öffnende Pass von Kahrmann Damar das Prädikat „Herausragend“ verdient. Sein Ball über 50 Meter war sensationell.

Die Statistik

SV Steinbach: Kleemann; Gemming, Bott, Neacsu, F. Wiegand (55. Kücükler), M. Wiegand, Koch (86. Milenkovski), Dimitrijevic, Wittke (65. Ludwig), Kvaca, Stadler.
Hanau 93: Brao; Ries, Muratoglu, Fließ, Beljic, Fink, Ünal, Franz, Damar, Suljic (67. Bari), Bulut (76. Mezini, 83. Gischweski).
Schiedsrichter: Volker Höpp (Ranstadt).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Sebastian Bott (10., Eigentor), 0:2 Oktay Bulut (44.), 0:3 Oktay Bulut (66.), 1:3 Sasa Dimitrijevic (71.), 1:4 Salvatore Bari (75.), 2:4 Michael Wiegand (90.+4).

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