Hessenliga: Ministerium erklärt Regeln

Für die Spieler gilt 3G – so oder so

01. Dezember 2021, 19:02 Uhr

Philipp Pfeiffer (rechts) und der SV Flieden haben noch drei Spiele zu bestreiten, Luca Bergmann und Alzenau sollen schon am Samstag nach Neuhof reisen. Foto: Charlie Rolff

Ab Sonntag verschärft das Land Hessen die Corona-Regeln. Nicht zuletzt ist davon der Amateurfußball betroffen. Eine Nachfrage beim Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport (HMIS) hat unter anderem ergeben, dass keine 2G-Pflicht für Spieler und Trainer gelten wird.

Am Dienstagabend verkündete das Land Hessen, dass ab Sonntag unter anderem für Zusammenkünfte im Freien wie Sportveranstaltungen neue Zulassungsbeschränkungen gelten. Zwei der insgesamt vier verschiedenen Varianten sind für den Amateurfußball bis Hessenliga-Ebene interessant.

Variante A besagt, dass bis 100 Personen „nur“ ein Abstands- und Hygienekonzept erfüllt sein muss – so wie dies aktuell der Fall ist. Variante B gibt für 101 bis 2999 Personen hingegen die 2G-Regel vor. Beide Varianten lassen Spielraum für Interpretationen, die eine Anfrage bei der Pressestelle des HMIS zerstreuen konnte.

Bei Variante A zählen Spieler, Trainer oder Funktionäre nicht zu den 100 Personen. Somit ist klar: 100 Zuschauer dürfen die Vereine ab Sonntag zulassen, sofern sie nicht den Aufwand mit 2G-Kontrollen betreiben wollen. Bei Variante B gilt die 2G-Regel nur für Zuschauer und nicht für Spieler. Das heißt: Weiterhin dürfen ungeimpfte und nicht genesene Spieler am Spielbetrieb teilnehmen, sofern sie getestet sind – analog der schon geltenden Regeln. Am Wochenende sind in der Nord-Staffel drei Spiele für Samstag angesetzt, für die noch keine weiteren Einschränkungen gelten.

Der SV Neuhof empfängt am Sonntag Bayern Alzenau zum vielleicht entscheidenden Spiel um die Play-offs – und will nun lieber am Samstag spielen. „Einfach um dem ganzen Drumherum-Druck zu entgehen und den Zuschauern jedwede Skepsis zu nehmen“, erklärt Neuhofs Trainer Alexander Bär. Eine Anfrage um Vorverlegung an Alzenau habe der SVN bereits gestellt, eine Antwort stand am Mittwochabend noch aus. Der SV Steinbach, der am Sonntag die SG Barockstadt empfängt, hegt keinerlei Verlegungsgedanken: „Ob wir spielen, steht aufgrund der Wettersituation in den Sternen. Wenn wir spielen, dann unter 2G-Bedingungen, deren Umsetzung kein Akt für uns darstellt“, sagt Berthold Helmke aus dem Führungsteam des SV Steinbach.

Neuhof will verlegen

Dass weiterhin gespielt wird, ist offensichtlich. Denn einerseits hatte der Verband vor Wochenfrist eine Presseerklärung herausgegeben, in der der Verbandsspielausschuss eine Fortführung des Spielbetriebs empfohlen hatte, sofern von behördlicher Seite keine dem entgegenstehenden Einschränkungen erfolgen. Und andererseits teilte der Verband auf Nachfrage mit, dass das Nachholspiel zwischen Flieden und Baunatal „zeitnah neu angesetzt wird“. Wollte der Verband unterbrechen, müsste er das Spiel nicht neu ansetzen. Neben dieser Partie stehen noch zwei komplette Spieltage der Quali-Runde vor der Winterpause aus.

Gute Nachrichten gibt es zudem aus dem „Corona-Lager“ des KSV Baunatal: „Stand jetzt können wir am Samstag gegen Hünfeld antreten. Außer, es kommt noch ein weiterer positiver Fall hinzu“, erklärt Baunatals Sportlicher Leiter Matthias Kepper, der eine „Rumpftruppe“ ankündigt. Für das Spiel in Flieden sei der kommende Mittwoch als Nachholtermin anvisiert.

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