Corona-Fälle bei Nordhessen

Fliedens Partie gegen Baunatal vor Absage

26. November 2021, 19:04 Uhr

Es ist zum Haare raufen. Den KSV Baunatal plagen Sorgen vor der Partie in Flieden. Foto: Kevin Kremer

Der KSV Baunatal möchte in den verbleibenden beiden Spielen in der Hessenliga siegen und so die Chance auf die Play-offs wahren. Doch das Unterfangen wird vor der morgigen Partie in Flieden immer größer, denn die personelle Situation ist mehr als kritisch.

Nachdem beim jüngsten 1:1 gegen Hanau bereits neun Akteure fehlten, wurde die Situation in dieser Woche noch dramatischer. Der Grund? Corona. Bei drei Akteuren war zu Wochenbeginn der Schnell- und PCR-Test positiv, ein vierter Fall gesellte sich am Freitagabend hinzu. Der betroffene Spieler hatte zwei positive Schnelltests vorzuweisen. Stellt sich die Frage, wie der KSV damit verfährt. "Verantworten kann das eigentlich niemand mehr. Wir dachten, nachdem am Mittwoch und Donnerstag kein weiterer Fall hinzu kam, dass das Thema erledigt wäre", schildert Matthias Kepper, Sportlicher Leiter beim KSV, der die Mannschaft vor jeder Trainingseinheit testen lässt.

Die Statuten des Hessischen-Fußball Verbands besagen, dass ein Spiel abgesagt werden kann, sobald sich fünf Spieler in Quarantäne befinden, die im vorigen Spiel auf dem Spielberichtsbogen standen. Diese Zahl hat Baunatal zwar noch nicht erreicht, allerdings zählt als weiterer Absagegrund, wenn bei einem Spieler 24 Stunden vor Spielbeginn ein positiver PCR-Test vorliegt. "Der Spieler hat zwei positive Schnelltests. Entsprechend wird ein PCR-Test wohl ebenfalls positiv sein. Doch woher erhalte ich auf die Schnelle einen solchen? Im Normalfall fahren wir gegen 11 Uhr Richtung Flieden", sagt Kepper, der beim Anruf unseres Portals mit jeglichen Stellen in Kontakt stand.

Sollte das Spiel morgen ausfallen, aber keine weiteren Fälle hinzukommen, wäre einer der kommenden beiden Mittwoche alternative Nachholtermine – oder der 18. Dezember. Sollte eine Neuansetzung, aufgrund der Umstände, nicht erfolgen können, wären Liga wie Verband in der Bredouille: Denn die Planung der Auf- und Abstiegsrunden zögen sich bis ins neue Jahr. Erst wenn die Qualifikationsrunden beendet sind, können die Spielplaner loslegen. Eine Situation die sich niemand im Verband wünscht.

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