A-Liga HÜN/HEF: Praforst unterliegt

"MiRoBa" verdirbt Comeback – Fotos

10. September 2021, 19:00 Uhr

Die Grätsche von Praforsts Marius Nemetz sitzt zwar, doch am Ende siegte Julian Möller mit Michelsrombach/Rudolphshan. Foto: Jonas Wenzel

Exakt 698 Tage nach dem letzten Heimspiel am Sargenzeller Sportplatz wollte die SG Praforst den Derbysieg gegen die SG Michelsrombach/Rudolphshan feiern. Doch der Gast hatte etwas dagegen und nahm die drei Punkte beim 3:1 (1:0) mit auf die ganz kurze Heimreise.

Das neue Sportlerheim sollte Glück bringen, weshalb extra noch der Segen im Vorfeld für das neue Schmuckstück ausgesprochen wurde. Eine richtige Einweihung soll folgen, ein großes Fest darf's dafür sein, nachdem die vergangenen vier Jahre gewerkelt wurde. Vom Glück war die SGP allerdings nicht verfolgt. Der Gast wirkte von Beginn an einen Tick gefälliger, wenngleich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen sich abspielte. Brenzlige Situationen im Strafraum konnten sich beide kaum erarbeiten. Dass "MiRoBa" zur Pause führte, war dennoch verdient. Julius Michel versprang erst der Ball, dann fand er seinen Meister in Praforsts Keeper Thilo Babiel. Doch jener Babiel patzte kurz vor der Pause. Eine Flanke schätzte er falsch ein, Vincenzo-Leon Elter hatte leichtes Spiel (41.). "Wir waren nicht auf der Höhe", wusste Praforsts Spielertrainer Steffen Wiegand, der nach wie vor an einem Knorpelschaden laboriert.

Wiegand wollte in der Pause seine Mannen aufwecken. Und er fand wohl die richtigen Worte, denn nach Wiederbeginn traf Florian Völker zum Ausgleih (51.).Erneut unter gütiger Mithilfe, diesmal patzte Gäste-Keeper Simon Rübsam bei einer Flanke (51.). Anschließend pendelte das Momentum kurz auf die Seite der Hausherren, doch zu ungenau sollten zwei, drei vielversprechenden Angriffe ausgespielt werden. Der letzte Pass – wie beim Michelsrombach ebenfalls – glückte nie. Die Abwehrreihen hatten leichtes Spiel. "Wir haben immer mehr an Tempo verloren", haderte Gäste-Trainer Aurel Costache, der die bessere Spielanlage bei seiner Mannschaft sah, wenngleich diese nichts nützte.

"Nach dem Ausgleich kann das Spiel kippen", wusste Costache. Doch es kippte zugunsten seines Teams. Mete Anli schob zehn Minuten vor Schluss locker ein, mit dem Abpfiff vollendete Elter einen Konter. "Es war mit fortschreitender Spieldauer immer mehr erkennbar, dass das nächste Tor entscheiden würde", resümierte Wiegand, während sein Pendant einen "unterm Strich verdienten Derbysieg sah. Wobei mir etwas für ein Derby gefehlt hat. Es war zu wenig Action drin", befand Costache.

Die Statistik:

SG Praforst: Babiel; D. Plappert, Reith, L. Schwarze, Hammermeister, Osmani, Plappert, Aha, Nemetz, Völker, D. Schwarze (N. Plappert, Witzel).
SG Michelsrombach/Rudolphshan: Rübsam; Heinz, J. Möller, Grösch, Stock, Wehner, Hammerl, Elter, Michel, S. Möller, Henkel (Körbel, M. Möller, Anli).
Schiedsrichter: Matthias Hoth (Fulda).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Vincenzo-Leon Elter (41.), 1:1 Florian Völker (51.), 1:2 Mete Anli (80.), 1:3 Vincenzo-Leon Elter (88.).

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