App "FuPer"

Selbst Nagelsmann und Kowarz wurden überzeugt

08. Dezember 2020, 15:01 Uhr

Niels Döhren (von links), Christoph Schamber und Rudi Stalyga sind die Gründe der neuen Trainingsapp. Fotos: FuPer

Junge Spieler abseits des Mannschaftstrainings individuell besser machen: Das ist das Ziel dreier Südhessen, die vor einigen Monaten mit der Trainingsapp "FuPer" an den Start gegangen sind.

Christoph Schamber (30), Niels Döhren (25) und Rudi Stalyga (57) sind die Gründer, die allesamt eine fußballerische Vergangenheit beim VfR Bürstadt haben. Schamber und Stalyga sind zudem Stützpunkttrainer beim Hessischen Fußball-Verband. "Immer wieder sind Spieler auf uns zugekommen und haben uns gefragt: Was können wir machen, um besser zu werden? Wir haben eigentlich immer das Gleiche erzählt und dann gesucht, ob es Trainingsformen für Zuhause in einer App gibt. Wir haben nichts gefunden, obwohl die Digitalisierung ein immer größeres Thema ist", erklärt Schamber die Entstehungsgeschichte.

Vor zwei Jahren begann also die Entwicklungsarbeit, ehe die App "FuPer" (zusammengesetzt aus den Worten Fußball und Performance) im August auf den Markt ging. "Wir haben bislang eine überragende Resonanz, mehr als 3000 Registrierungen", frohlockt der 30-Jährige, der schon über die Landesgrenzen hinaus Promoarbeit betrieben hat. Sogar RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann hat sich von den Gründern persönlich überzeugen lassen, die auch beim Anruf unserer Redaktion auf dem Rückweg eines weiteren Werbetermins waren. Zu den Botschaftern gehört mit Kurt Kowarz seit einigen Wochen auch ein Ulmbacher, der 2009 U21-Europameister als Torwarttrainer von Manuel Neuer wurde. "Das FuPer-Training entspricht genau meiner Philosophie vom Torwart- und Fußballspiel", so Kowarz.

Der Ulmbacher Kurt Kowarz ist Botschafter für FuPer.

Gerade in der aktuellen Corona-Zeit bietet die App den Nachwuchskickern die Möglichkeit auf Fußball. Jede Einheit, bei denen Dinge wie Technik, Schnelligkeit, Koordination, Kraft und Torwartspiel im Vordergrund stehen, dauert maximal 20 Minuten, das insgesamt 100-tägige Programm mit 500 Erklär- und Trainingsvideos ist in zehn Meilensteine unterteilt. Die Zusammenstellung kann individuell gestaltet werden, beispielsweise kann sich der Schwierigkeitsgrad verändern. Alle Trainingsvarianten können bequem ohne Hilfsmittel von daheim erledigt werden, einiges sogar im Kinderzimmer. Einmalig 109 Euro kostet die App für Feldspieler, 119 Euro die Version für Torhüter. Den Trainingsfleißigsten eines Monats winkt im Sommer die Teilnahme an einem Finalturnier.

"Unser Ziel ist es, die Kinder beim Fußball zu behalten. Wir sehen das Training als Vereinsergänzung, nicht als Ersatz an. Es sind quasi Hausaufgaben für die Spieler, die sich weiterentwickeln wollen", betont Stalyga, der als Torhüter auf Oberliga-Niveau spielte und 1995 im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund erst im Elfmeterschießen verlor. Deswegen richtet sich die App an 10- bis 15-Jährige, da sich die Kinder zu diesem Zeitpunkt im besten Lernalter befinden. Zurzeit arbeiten die Entwickler zudem an Paketen für Mannschaften und Trainer.

Kommentieren