20.02.2020

"Es gab mehrere Gründe, die für Lütter sprachen"

Florian Münkel über die Hintergründe des Lütter-Wechsels

Der sportliche Leiter der TSG, Christoph Wahl, mit "seinem" Neuzugang Florian Münkel. Foto: Ralph Kraus

Der Wechsel von Florian Münkel zur TSG Lütter ist heute in aller Munde. Schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass ein Stürmer von einem Verbandsliga-Spitzenreiter wie dem Hünfelder SV zu einem zwei Klassen tiefer spielenden Verein in die Kreisoberliga Mitte wechselt. Wir sprachen mit dem 29-Jährigen über die Hintergründe seiner Entscheidung.

Was hat Sie bewegt, den Weg in die Kreisoberliga zur TSG Lütter zu gehen?

Im vergangenen Sommer bin ich mit meiner Freundin nach Welkers gezogen und das ist ja nur einen Katzensprung von Lütter entfernt. Mein Schwager Mario Müller spielt in Lütter. Dadurch habe ich die Spiele der TSG schon länger verfolgt, auch weil meine Schwiegereltern immer am Platz sind. Da bin ich ein paar Mal mitgekommen. Die Anlage an sich, aber auch die Atmosphäre in Lütter haben mir sehr gut gefallen. Über Mario habe ich zudem immer mitbekommen, dass die Gemeinschaft nach dem Spiel auch super ist. So konnte ich mir eigentlich schon länger vorstellen, vielleicht mal in Lütter zu spielen.

Sie wollten aber sowieso kürzer treten...

Das stimmt. Im Sommer werde ich beispielsweise zum ersten Mal Vater. 13 Jahre lang habe ich dem Fußball immer alles untergeordnet, habe drei- bis vier Mal die Woche trainiert und am Wochenende sind wir nicht selten immer weit gefahren zu unseren Spielen. Dazu kommt, dass ich beruflich eingespannt bin und nach Feierabend immer in die entgegengesetzte Richtung fahre. Momentan hole ich meine Trainingssachen in Welkers, fahre nach Hünfeld und danach den Weg wieder zurück. Auch deshalb habe ich mir in der Winterpause Gedanken gemacht. Das Ergebnis war, dass es Zeit wird, kürzer zu treten.

Hat es lange gedauert, ehe Lütter Sie überzeugt hatte?

Das ging ganz schnell. Die Gespräche mit Christoph Wahl und Christian Dittmer haben mich absolut überzeugt. Ich finde die Aufgabe total interessant, zu helfen, möglicherweise eine Liga nach oben zu gehen.

Welchen Anteil hat der neue TSG-Trainer Marco Lohsse?

Ich hatte mir schon Gedanken gemacht, da stand der Name Marco Lohsse in Lütter noch nicht zur Debatte. Als es aber bekannt wurde, dass er zugesagt hat, habe ich mich riesig gefreut. Schließlich war er es, der mich vor eineinhalb Jahren nach Lehnerz, also später zur SG Barockstadt, geholt hatte. Ich hätte es mir auch ohne Marco vorstellen können, aber jetzt ist es umso schöner. Das war das i-Tüpfelchen.

Noch bleibt aber in Hünfeld eine schwere Aufgabe. Schließlich würden Sie sich gerne mit dem Meistertitel und dem Aufstieg in die Hessenliga aus der Rhönkampfbahn verabschieden ...

Ich will mich unbedingt als Meister verabschieden. Aber wir haben auch noch schwere Auswärtsspiele - beispielsweise in Willingen oder Sand. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und auswärts die Punkte holen. Daheim sind wir sowieso eine Macht, haben zu Hause ja auch noch nicht verloren. Eigentlich können wir uns den Weg nur selbst verbauen. Wenn ich aber auf die Vorbereitung schaue, da zieht jeder mit, alle sind da. Wir wollen uns das nicht nehmen lassen.

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