19.02.2020

Von Nord nach Süd

Gruppenliga: Marc Friedel hat sich bei der SG Schlüchtern/Elm gut eingelebt

Marc Friedel (links) hat mit der SG Schlüchtern/Elm ein klares Ziel vor Augen - den Klassenerhalt. Foto: Kevin Kremer

Seit mittlerweile 85 Tagen hat Marc Friedel das Amt des Spielertrainers bei Gruppenligist SG Schlüchtern/Elm inne. Für das Ziel Klassenerhalt sieht der 40-Jährige seine Mannschaft gut aufgestellt und zieht eine positive Bilanz aus der bisherigen Vorbereitung.

Bereits in zehn Tagen startet die Schlüchterner Spielgemeinschaft in die Rückrunde – eine Woche früher als der Rest. Grund: Das Team um Trainer Marc Friedel hat noch zwei Spiele aus der Hinrunde nachzuholen. „Die Mannschaft zieht gut mit. Ich sehe uns gut aufgestellt für das Ziel Klassenerhalt“, betont der 40-Jährige.

Um auch in der kommenden Saison in der aktuellen Liga an den Start zu gehen, hat sich der Verein mit prominenten Neuzugängen verstärkt: Lars Jordan (SG Johannesberg), David Peli (SV Flieden), Nils Trautwein (SG Barockstadt II) und Deniz Citakoglu (pausierte) gehen ab sofort für den Gruppenligisten auf Torejagd. „Jordan und Trautwein sind jedes Training da und ziehen super mit“, zeigt sich Friedel zufrieden. Auch Peli mache große Fortschritte nach seinem Kreuzbandriss. Einzig Citakoglu war bisher noch nicht so oft im Training, da der Defensivmann mit Rückenbeschwerden zu kämpfen hat.

Da die Auwiese in Schlüchtern bei regnerischen Jahreszeiten in keinem guten Zustand ist, erschwert dies die aktuelle Vorbereitung. Zudem steht der B-Platz unter Wasser und der Sportplatz in Elm ist nicht bespielbar. „Wir haben aber eine schöne Tartanbahn und ein Soccer-Feld“, scherzt Friedel. Über fehlende Möglichkeiten könne er sich nicht beschweren.

Um das Ziel Klassenerhalt spätestens am 30. Mai zu erreichen, ruft der spielende Coach zwei Tugenden aus. „Wir müssen gut trainieren und intensiv arbeiten.“ Die Mannschaft habe noch 14 Endspiele, um über den Strich zu stehen. Aktuell trennen Schlüchtern/Elm sieben Punkte vom rettenden Ufer. „Uns ist bewusst, dass die restlichen Mannschaften ein kleines Polster auf uns haben. Wir haben aber zwei Spiele in der Hinterhand und können somit an die Konkurrenz heranrücken“, zeigt sich Friedel kämpferisch, der zuvor Nord-Kreisoberligist Niederaula/Kerspenhausen trainierte.

Das heutige Testspiel gegen Verbandsligist Johannesberg musste der Trainer absagen. Viele Spieler seien aktuell in der Prüfungsphase, andere arbeiten im Schichtdienst. „Wir hätten keine zehn Spieler zusammenbekommen. Da macht es keinen Sinn gegen einen Gegner zu spielen, der Ambitionen zur Hessenliga hat“, erklärt Friedel.

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