31.01.2020

Herolz bietet Andic auf

Dritter und letzter Vorrundenspieltag

Nico Andic läuft auch schon in der Halle für den SV Herolz auf. Foto: Oliver Müller

Die geballte Ladung an Mannschaften, die in jüngster Vergangenheit Erfolge bei der Futsal-Kreismeisterschaft vorzuweisen hat, findet sich in Vorrundengruppe 3. War die zweite Veranstaltung vor einer Woche von deutlichen Leistungsunterschieden geprägt, so dürfte Gruppe 3 besonders ausgeglichen sein.

Nahezu allen Teams darf man Chancen einräumen, sich für das Masters in einer Woche zu qualifizieren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es nicht jene Differenz von acht Punkten wie beim zweiten Turnier zwischen dem Dritten FV Steinau (11 Punkte) und der Vierplatzierten SG Altengonau/Jossa/Marjoß II (3) geben. Vielmehr scheint die Gruppe dermaßen homogen, dass der Dritte womöglich nicht die Marke des SV Niederzell (8 Punkte, 9:5 Tore) knacken kann und daher das Masters verpasst.

Der SV Herolz, Masters-Sieger von 2016, hat seit Beginn der Hallenrunde immer eine gute Rolle gespielt und noch ein Ass im Ärmel. Denn der im Spätsommer per Amateurvertrag zum Gruppenligisten SG Oberzell/Züntersbach abgewanderte Stürmer Nico Andic, ein vorzüglicher Hallenspieler, ist zum SV Herolz zurückgekehrt. Für einen anderen Verein hätte Andic in dieser Spielzeit auch nicht mehr kicken dürfen. „Er befindet sich bei mir im Training und wird wieder für uns spielen“, freut sich Achim Noll. Zehn Spieler bekommt der Herolzer Coach locker zusammen: „Die Frage nach Freiwilligen stellt sich bei uns nicht, ich muss niemanden zur Halle überreden, aber leider fehlt Torjäger Dennis Gerlach aus beruflichen Gründen.“ Herolz tritt gleich im ersten Spiel an, Gegner ist um 12.30 Uhr die SG Kressenbach/Ulmbach II, der Kreismeister der Reserverunde 2018, der dann auch am Finale teilnehmen durfte.

Freude und Begeisterung für den Hallenfußball hier, Zurückhaltung da: Bei der SG Gundhelm/Hutten ist man eher kein Freund des Futsal, obwohl man in der Halle stets ordentliche Resultate erzielte. „Es gehört zum guten Ton, dass wir teilnehmen, aber in dieser Saison hat die Liga den absoluten Vorrang“, sagt Pressesprecher Jan Mildner. Dabei ist Spielertrainer Anton Balz sogar gerne in der Halle unterwegs, auch gab es Anfragen zu Teilnahmen an Turnieren, die jedoch abschlägig beschieden wurden. „Selbst unser Torjäger Benedikt Kreß wird nicht in der Halle auflaufen, die Mannschaft hat auch nur zweimal dort trainiert“, relativiert Mildner die Ambitionen des Titelanwärters der Kreisoberliga Süd.

Mit Gruppenligist SG Freiensteinau steht ein weiterer ehemaliger Futsal-Kreismeister in Gruppe 3, 2015 triumphierte die SGF im Endspiel mit 2:1 über Steinau. Doch wie schon am ersten Januarwochenende beim „Derby-Cup“ in Grebenhain (Platz 3) und dem Turnier tags darauf in Wächtersbach (Platz 4) will sich so recht kein Torhüter finden. In Wächtersbach stand Co-Trainer Patrick Jäger zwischen den Pfosten, der zwar gelernter Torwart, aber nicht mehr aktiv ist. So wird womöglich sogar ein Feldspieler den Kasten des Gruppenligisten hüten, der dennoch zum engeren Favoritenkreis zu zählen ist und das finale Turniermatch gegen den SV Herolz bestreiten wird.

A-Ligist SG Distelrasen war 2017 der Hecht im Karpfenteich, erreichte das Masters-Endspiel, unterlag dort mit 0:1 der SG Oberzell/Züntersbach und stellte seine Fähigkeiten in der Halle unter Beweis. Die SG Oberkalbach dürfte als aktueller Spitzenreiter der A-Liga Schlüchtern ebenfalls eine besondere Motivation mitbringen. / osl

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