Benedikt Müller

Gorilla-Kostüm als krönender Abschluss

Eichenzells Benedikt Müller erklärt seine spaßigen Auftritte

12. Dezember 2019, 21:00 Uhr

Mit altbewährter Brille mit Nase traf sich Benedikt Müller (links) mit Steffen Kollmann. Foto: Tobias Konrad

In seiner fünften Saison spielt Innenverteidiger Benedikt „Schmusi“ Müller für Verbandsligist Britannia Eichenzell. Der 30-Jährige ist als Spaßvogel bekannt, was er nicht nur in früheren Torgranate-Videos, sondern auch auf einen Glühwein wieder bewies.

In der Eichenzeller Meistersaison warst Du in vielen Interview-Videos nach den Spielen im Hintergrund zu sehen, zuerst als interessierter Beobachter, später mit speziellen Kostümen. Was hatte es damit auf sich?

Die Motivation war einfach, ein bisschen Spaß zu haben und das Ganze nicht zu ernst zu nehmen. Zuerst stand ich immer nur im Hintergrund, dann hat meine Freundin aber zu mir gesagt, dass das doch irgendwann langweilig wird und ich mir mal etwas Neues einfallen lassen sollte. Ich habe dann überlegt und zunächst eine Tüte Popcorn mitgebracht, später habe ich dann die Nase mit Brille, wie heute auch, aufgesetzt. Und als wir dann die Meisterschaft bejubeln durften, habe ich ein Gorilla-Kostüm und – was man vermutlich weniger gesehen hat – schiefe Zähne angezogen. Ich habe ja auch immer viel Resonanz bekommen, irgendwann ging es dann aber nicht mehr zu toppen. Zumal ich das auch immer nur nach Siegen gemacht habe sich in der Verbandsliga selten die Situation ergeben hat, dass man nach den Spielen den Clown machen sollte.

Viele Siege gab es zuletzt nicht zu bejubeln, auch hat man dich schon lange nicht mehr auf dem Platz gesehen. Was macht die Verletzung und wie hast Du die Situation von draußen empfunden?

Es hat wehgetan, nicht helfen zu können, zumal es zuletzt auch nicht lief. Das ist auch die erste längere Verletzungspause überhaupt in meiner Laufbahn. Das Problem war, dass die Verletzung im Laufe der Zeit von mal zu mal als noch schwerwiegender diagnostiziert wurde. Zunächst war es nur ein knöcherner Abriss im Leistenansatz, dann ein leichter Muskelfaserriss, später ein schwerer Muskelfaserriss und am Ende ein Muskelbündelriss. Dazu kam, dass ich einmal zu früh eingestiegen bin und die Verletzung insgesamt nicht gut verwachsen ist. Seit dem Tag der ersten Diagnose bin ich nun am trainieren, nach der Winterpause möchte ich mich langsam wieder rantasten.

Im Sommer gab es in Eichenzell einen großen Umbruch, viele etablierte Spieler sind gegangen. Warum bist Du geblieben und welche Rolle spielten dabei auch deine Brüder Christian, Jonathan und Claudius, die ebenfalls bei der Britannia spielen?

Schon vor ein, zwei Jahren habe ich mir Gedanken gemacht, einen anderen Weg einzuschlagen, zumal mich das Thema Trainer reizen würde. Aber für mich ist es ein Geschenk, mit meinen Brüdern, aber auch vielen langjährigen Freunden zusammenzuspielen. Eichenzell ist ein sehr nachhaltiger Verein, die Spieler bleiben hier in der Regel länger. Jetzt müssen wir im Winter die Kräfte bündeln, um wie im Vorjahr einen enormen Lauf zum Klassenerhalt hinzulegen. Vom Potenzial in der Mannschaft bin ich jedenfalls überzeugt.

"Schmusis" Auftritte seht ihr in den folgenden Videos:

Der Auftritt mit Popcorn

Der Auftritt als Dr. Nase

Der Autritt als Gorilla

Autor: Steffen Kollmann

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