06.11.2019

Zuversicht trotz sportlicher Talfahrt

A-Liga Fulda/Rhön: Zirap Alija übernimmt vorerst / Externe Lösung gesucht

Für Lucas Fischer (rot) und die SG Büchenberg ist Abstiegskampf angesagt. Der Auftritt gegen Tabellenführer Ehrenberg II (hier Niklas Bleuel) machte aber Mut. Foto: Charlie Rolff

Private Gründe und die sportliche Talfahrt haben Uwe Przywara dazu bewogen, den Trainerposten bei der SG Büchenberg in der A-Liga Fulda/ Rhön niederzulegen. Aus dem Trainerduo bleibt somit nur Zirap Alija übrig, der vorerst bis Winter alleine übernimmt.

Noch vor zwei Jahren spielte Büchenberg lange um den Aufstieg mit und beendete die Saison mit 51 Punkten auf Platz vier. Damalige Stützen wie Jonathan Happ, Benjamin Röhrig, Yacine Boussouf, Yusuf Nurdogan oder Torgarant Zirap Alija standen auch bei der jüngsten Niederlage gegen Rönshausen auf dem Platz. „Ich möchte die 0:6-Klatsche nicht schönreden, aber uns fehlt einfach das nötige Glück. Rönshausen schießt acht Mal aufs Tor und macht sechs Tore. Bei uns geht hingegen kein Ball rein“, hadert Alija. Eben jenes fehlende Glück wird auch mit Blick auf den Spielplan deutlich. Oft verloren die Rot-Weißen nur mit einem Tor Unterschied oder spielten Remis. Dass der Club die Qualität für die Liga besitzt, zeigten Ergebnisse wie das Unentschieden gegen Primus Ehrenberg II (3:3).

Die sportliche Talfahrt aber nur auf den Faktor Glück zu beschränken, ist auch für den 37-Jährigen zu einfach. „Die Zeiten haben sich geändert. Heute sind die Leute nicht mehr so fußballverrückt, wie es früher der Fall war. Die Trainingsbeteiligung nimmt aufgrund von Schule, Studium oder der Arbeit ab, weshalb es der Mannschaft etwas an der Fitness fehlt“, erklärt der Ex-Rothemanner, der dieses Problem aber bei vielen Mannschaften sieht. Zudem habe sich die Rhöner-Staffel fußballerisch weiterentwickelt, weshalb die jetzige Situation nicht mit der von vor zwei Jahren verglichen werden könne.

Bis zur Winterpause hat die SG Büchenberg noch ein Spiel gegen Motten zu bestreiten, Alija wird das Team betreuen. Eine Dauerlösung sei dies aber nicht. „Beruflich kann ich das Traineramt nicht alleine stemmen. Im Winter wird sich die sportliche Leitung zusammensetzen und wahrscheinlich nach einer externen Lösung suchen“, erklärt Alija die weitere Vorgehensweise. Ob es wieder ein Trainerduo mit dem 37-Jährigen werden wird, ist ebenfalls ungewiss. Sicher hingegen ist, dass Alija an den Ligaverbleib seiner Mannschaft glaubt. „Ich bin zuversichtlich und weiß, dass wir nicht die schwächste Mannschaft der Liga haben. Wir dürfen nur nicht aufgeben, das ist das Wichtigste.“

Autor: Michel Ickler

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Mannschaften

Personen