25.10.2019

"Kumpeltruppe" hofft auf lieben Gott

Kreisoberliga Nord: Mecklar/Meckbach/Reilos blickt schweren Zeiten entgegen

Die Lage bei der SG Mecklar/Meckbach/Reilos (links Alexander Arnold) ist brenzlig. Am Sonntag soll irgendwie ein Punkt gegen Dittlofrod/Körnbach (rechts Alexander Kircher) her. Foto: Kevin Kremer

Drei Spielzeiten agierte die SG Mecklar/Meckbach/Reilos in der Kreisoberliga Nord höchst souverän, hatte nie etwas mit dem Abstieg zu tun. In der vierten Saison nach der Meisterschaft in der A-Liga ist jedoch alles anders, denn der derzeitige vorletzte Tabellenplatz trübt die Stimmung bei der Dreier-Spielgemeinschaft etwas.

Alles andere als planmäßig verläuft die Saison der Spielgemeinschaft bislang. Elf Niederlagen in 14 Spielen machen dies mehr als deutlich. Das Trainerteam Sascha Karpenstein, Andre Deneke und Marco Schade, welches nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Wolfgang Deneke das Amt übernommen hat, steht vor einer schwierigen Aufgabe. "Es ging in den vergangenen Jahren stetig bergauf. Nun haben wir erstmals eine andere Situation, die wir allerdings lösen wollen", meint Andre Deneke, der die Vorteile der Mannschaft kennt: "Wir sind eine Kumpeltruppe, auch im Trainerteam. Deshalb fehlt uns vielleicht das eine oder andere Mal die Disziplin. Ein externer Trainer würde wohl mehr Schärfe reinbringen."

So spricht Deneke die teils mangelnde Trainingsbeteiligung an, die allerdings Gründe hat, denn beruflich oder durch das Studium sind einige Akteure unter der Woche unterwegs. "Dadurch können wir uns so wirklich nicht auf das Wochenende vorbereiten, zumal uns zum Ende hin die Kraft meist fehlt", sagt der 29-Jährige, der zuletzt selbst krankheitsbedingt mehrere Wochen fehlte. Apropos fehlen: Leistungsträger aus den vergangenen Jahren verließen den Verein vor der Runde, mit Nils Eckhardt hat sich ein Youngster bei der 0:3-Pleite gegen Steinbach II Ende September einen zweifachen Sprunggelenksbruch zugezogen. "Bislang können wir dies nicht kompensieren. Nils hat einen super linken Fuß, hat Bälle in der Offensive behauptet. Das fehlt uns zur Zeit, weil auch das Glück oft nicht auf unserer Seite war", weiß Deneke.

In den zurückliegenden Jahren sammelte Mecklar/Meckbach/Reilos immer fleißig in der Hinrunde Punkte, ehe in der Rückrunde der Schlendrian reinkam. In dieser Saison muss dies anders laufen, wenn der Abstieg vermieden werden soll. Trifft der schlimmste der Fälle jedoch ein, wird dem Team keiner böse sein. "Dann ist es so", lässt Deneke verlauten, der mit seinen Trainerkollegen oftmals auf Spieler der B-Liga-Mannschaft zurückgreifen muss: "Die Jungs machen es gut, können aber natürlich nicht das Niveau in der Kreisoberliga voll mitgehen." Gegen Dittlofrod/Körnbach (Sonntag, 15 Uhr) soll dennoch gepunktet werden. Deneke wird dann wieder dabei sein, möchte die Abwehr stabilisieren und "möglichst lange die Null halten. Vorne hilft uns hoffentlich der liebe Gott."

Die Spiele in der Übersicht

Samstag, 15 Uhr
ESV Weiterode – SG Festspielstadt
15.30 Uhr
FSV Hohe Luft – SG Niederaula/Kerspenhausen
16 Uhr
VfL Philippsthal – ESV Hönebach

Sonntag, 15 Uhr
SG Haunetal – SV Steinbach II
FSG Hohenroda – SG Wildeck
SG Mecklar/Meckbach/Reilos – SG Dittlofrod/Körnbach
SG Heinebach/Osterbach – SG Niederjossa/Breitenbach

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