18.09.2019

Eine Meisterschaft ohne Aufstieg?

B-Liga Fulda: Kerzell/Löschenrod II mit kurioser Ausgangslage

Bei Marc Bauch und Kerzell/Löschenrod II läuft es wie am Schnürchen. Foto: Charlie Rolff

Elf Spiele, elf Siege, ein Torverhältnis von 66:3 – diese Top-Bilanz weist B-Liga-Fulda-Primus SG Kerzell/Löschenrod II vor. Sollte es genauso erfolgreich weitergehen, wird am Ende aber vermutlich trotzdem nicht der Aufstieg in die A-Liga zu Buche stehen.

Das liegt nämlich daran, dass ein Teil der Reserve-Spielgemeinschaft, die SG Löschenrod nämlich, wahrscheinlich in der kommenden Saison in der A-Liga spielen wird – ein Aufstieg scheint aufgrund der großen Konkurrenz nicht machbar. „Wir sind uns der Situation bewusst, uns hemmt das aber nicht. Nicht aufsteigen, dafür aber Meister werden wäre trotzdem schön“, betont Jürgen Hasenauer, der das Traineramt mit Marco Wiesendanger bekleidet.

Ein Platz zwischen eins und fünf war eigentlich das Ziel des Vorjahres-Vierten, der dann aber gleich mit einem 17:0 gegen den Türkischen SV II in die Saison gestartet ist. Später gab es noch einen 13:1-Kantersieg bei Frischauf Fulda. „Die Türken sind mit dem letzten Aufgebot und ohne Torwart zu uns gekommen, Frischauf hat dagegen bis zum Ende versucht mitzuspielen. Aber auch defensiv passt es bei uns gut“, erklärt Hasenauer.

Die Reserve profitiert von der Unterstützung von Christian Birkenbach (Spielertrainer Kerzell) und Frank Atzler (Trainer Löschenrod), die immer wieder Spieler abstellen. „Der Kader bei beiden Teams ist größer geworden. Fast alle Akteure trainieren bei den ersten Mannschaften mit und wollen auch dort spielen. Deshalb sind sie topfit“, freut sich der 39-Jährige. Gerade die neu hinzugekommenen Jugendspieler aus der JSG Rippberg hinterlassen einen hervorragenden Eindruck.

So möchte die Reserve-SG auch nicht mehr vom Thron gestoßen werden, wenngleich mit Horas II ein großer Konkurrent dahinter lauert. Am Sonntag (13.15 Uhr) kommt es zum Topspiel der beiden Teams in Kerzell. „Das wird ein schwieriges Spiel, Horas hat ein ganz starkes Team. Zumal die Horaser erste Mannschaft schon am Samstag spielt und unsere Teams ein paar personelle Probleme haben. Von daher wäre ich auch mal mit einem Unentschieden zufrieden“, gibt Hasenauer die Marschroute vor.

Autor: Steffen Kollmann

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