19.09.2019

„Klagen auf hohem Niveau“

Christian Pfeiffer findet das Haar in der Suppe

Christian Pfeiffer trifft auch bei der SG Neuenstein fast immer. Foto: Kevin Kremer

Im Normalfall dauert es meist einen Moment, bis sich eine neugegründete Spielgemeinschaft gefunden hat. Bei der SG Neuenstein scheint dem nicht so zu sein, das Team um Spielertrainer Christian Pfeiffer führt die A-Liga Hersfeld/Rotenburg ungeschlagen an.

Doch wenn Pfeiffer auf die bisherige Serie zurückschaut, findet er das Haar in der Suppe: Gegen Aulatal II führten seine Mannen bis zur 90. Minute 3:1 und fuhren dennoch nur mit einem Punkt heimwärts. Zwei Tage später folgte im Spitzenspiel bei der SG Gudegrund/Konnefeld das andere Remis im bisherigen Saisonverlauf. „Das Wochenende ist sicherlich der einzige Makel bislang, wenngleich das Klagen auf ganz hohem Niveau ist“, stellt Pfeiffer fest, der weiterhin Tor um Tor schießt.

Zwölf sind es bislang, alle 52 Spielminuten hat er bis dato treffen können. Gemeinsam mit Daniel Schwarz (8 Tore) und Florian Hemel (4 Tore) bildet er die zumeist gewählte Offensivreihe im 3-4-3. Zu Saisonbeginn vertraute er noch auf ein 4-4-2, in dem ihm allerdings manchmal ein wenig der Zug zum Tor gefehlt hätte. „Beide Systeme kann die Mannschaft und wir können uns auch während des Spiels neu einstellen“, sagt Pfeiffer.

Doch auch wenn sein Team noch ungeschlagen ist, sind neben Gudegrund/Konnefeld auch Rotenburg/Lispenhausen und Cornberg/Rockensüß auf Tuchfühlung. „Das Quartett wird sich absetzen“, glaubt Pfeiffer, der einzig dem kommenden Gegner Heenes/Kalkobes noch den Sprung in die Spitze zutraut. Dass sich sein Team so schnell gefunden hat, liegt für den 33-Jährigen auf der Hand: „Es ist ganz einfach so, dass wir bei der Zusammenstellung des Teams viel Wert darauf gelegt haben, dass sich jeder Spieler mit dem Projekt SG Neuenstein identifiziert. Und das sieht man jede Woche auf dem Feld, weil die Jungs für Neuenstein brennen.“

Dementsprechend leicht sei ihm der Einstieg in seine erste Trainerstation gemacht worden. Ob er sich am Ende der Saison gleich eine Meisterschaft in seiner Vita vermerken kann? „Fakt ist, dass wir an unserem Saisonziel festhalten. Wir wollen unter die Top vier. Wenn Winterpause ist, darf aber gerne noch einmal bei mir nachgefragt werden, ob sich daran etwas geändert hat“, sagt Pfeiffer.

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