06.09.2019

Bei Frischauf fehlt's vorne wie hinten

B-Liga Fulda: Schlusslicht Frischauf Fulda kämpft gegen Negativtrend

Frischauf Fulda und Spielertrainer Nexhat Huseini (rechts) geben momentan nicht das beste Bild ab Foto: Charlie Rolff

3:4, 1:6, 4:7, 4:3, 3:4 und 1:13. Die Ergebnisse von Frischauf Fulda hören sich nach Spektakel an, doch die Ausbeute nach sechs Spieltagen sind lediglich drei Punkte und ein Torverhältnis von 16:36. In der Quintessenz bedeutet dies den letzten Tabellenplatz.

Im vergangenen Jahr spielte Frischauf Fulda noch die Aufstiegsrunde zur A-Liga gegen Borussia Fulda, scheiterte aber im Rückspiel aufgrund einer 1:4-Niederlage. Viele erwarteten in dieser Saison eine ähnlich gute Mannschaft, schließlich schoss Frischauf Fulda in der Vorsaison 133-Tore und besaß damit die beste Offensive der Liga.

„Wir haben viele junge Spieler in den eigenen Reihen. Die Mannschaft muss sich erst einmal finden“, erklärt Übungsleiter Nexhat Huseini, der das Amt des Spielertrainers von Marcel Preis übernommen hat, die aktuelle Situation und fährt fort. „Zudem haben wir viele Verletzte zu beklagen und vorne fehlt ein Knipser. Die Abgänge und Verletzten sind momentan einfach nicht zu ersetzen“. Huseini selbst ist momentan aufgrund eines Nasenbruchs außer Gefecht gesetzt, die Erfahrung von einem Marcel Preis fehle und die Ficht-Brüder seien nur schwer zu ersetzen. Vadim und Maxim Ficht, die nach Dalherda gewechselt sind, schossen in der Spielzeit 2018/19 zusammen 54 Tore für Frischauf und werden schmerzvoll vermisst.

„Die Mannschaft versucht alles, um zu punkten, aber es fehlt einfach vorne wie hinten“, moniert der Übungsleiter. „Hinzu kommen weitere Ausfälle durch Urlauber oder der Tatsache geschuldet, dass wir ein paar Schichtarbeiter haben. Das macht es nicht leichter“, beklagt der Frischauf-Coach und lässt durchsickern, dass sich sein Team im Laufe der Saison nochmal verstärken wird.

„Trotzdem ist das Kameradschaftsgefühl super und wir sind im Verein froh, zwei Mannschaften zu stellen. Das ist nicht selbstverständlich“, erläutert der 43-Jährige. Zudem prophezeit der zehnfache Torschütze der Vorsaison, dass sein Team in zwei Wochen stärker sein wird. „Am Ende der Saison wäre ich mit einem gesicherten Mittelfeldplatz zufrieden“, schließt Huseini.

Autor: Michel Ickler

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