06.09.2019

Kerzeller Umbruch schreitet toll voran

Gruppenliga: Viele Jugendspieler wurden erfolgreich integriert

Benedikt Reith (links) ist einer der jungen Spunde bei der SG Kerzell, die aus der eigenen Jugend der JSG Rippberg stammen. Foto: Charlie Rolff

In Kerzell hat sich etwas Besonderes entwickelt. Kaum eine andere Mannschaft in der Region kann auf so viele „eigene“ Spieler bauen, wie das bei der Helvetia aktuell der Fall ist.

Bestes Beispiel war die jüngste Partie vergangenen Sonntag in Bronnzell, die mit 3:0 gewonnen wurde. Gleich acht von elf Akteuren, die in der Startelf standen, wurden bei der heimischen JSG Rippberg ausgebildet. Im 14er-Gesamtkader, der auf dem Spielbericht erschien, waren es deren zehn Spieler.

„Das ist genau der Umbruch, den man in Kerzell so vorgesehen hat. Allerdings muss man sagen, dass es letzten Sonntag auch ein bisschen urlaubs- und verletzungsbedingt so extrem war“, sagt Spielertrainer Christian Birkenbach, der mit seinem Team diesmal zu Hause gegen die SG Aulatal spielt und die tolle Leistung aus Bronnzell bestätigen will.

„Das war sehr diszipliniert und zweikampfstark. Auch die Spielanlage war sehr gut. Am meisten gefreut habe ich mich darüber, dass wir das diesmal über die vollen 90 Minuten durchgezogen haben“, so Birkenbach, der fortan von außen unterstützt wird.

In Bronnzell stand mit Elmar Hilfenhaus erstmals ein Co-Trainer an der Linie. „Als Spielertrainer hast du ohnehin eine große Verantwortung, da ist es hervorragend, wenn du draußen einen kompetenten, festen Ansprechpartner hast und dir jederzeit eine Zweitmeinung einholen kannst“, erklärt Birkenbach. Die Wahl auf Elmar Hilfenhaus fiel ganz bewusst. „Er hat ja die meisten Spieler bereits in der Jugend trainiert.“

Was das Heimspiel gegen Aulatal angeht, zeigt sich Birkenbach zunächst überrascht. „Vor der Saison hätte ich nicht damit gerechnet, dass Aulatal mit 13 Punkten auf dem vierten Platz liegt. Trotzdem sehe ich uns auf Augenhöhe und nicht als Außenseiter.“ Marius Schultheis kehrt nach seinem Urlaub wieder in den Kerzeller Kader zurück.

In Müs steht aktuell die Null

In der Gruppenliga angekommen ist nun auch Neuling SV Müs. Nach verhaltenem Start gab es zuletzt gegen Thalau (3:0) und in Freiensteinau (2:0) zwei Siege in Serie und zudem hat die Germania in den vergangenen drei Partien kein einziges Gegentor mehr kassiert.

„Das ist schön, hat aber nicht viel zu sagen. Wir haben auch schon Spiele mit vielen Gegentoren dabei gehabt. Das zeigt doch nur, dass du in der Gruppenliga Woche für Woche voll bei der Sache sein musst, weil hier jeder Fehler gnadenlos bestraft wird. Das gilt auch am Samstag wieder“, schaut Spielertrainer Denis Erovic auf das Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des Hünfelder SV voraus.

„Wir kennen uns ja bestens aus der letzten Saison. Bei denen kommt es ja immer so ein bisschen darauf an, wer von oben mitkommt. Fakt ist aber, dass ich ein ganz enges Spiel erwarte gegen eine Mannschaft, die technisch sehr gut drauf ist und die entsprechend spielstark auftritt. Wer mehr Gas gibt und wer vor dem Tor galliger ist, der wird das Spiel für sich entscheiden“, glaubt Erovic.

Noch ist bei den Müsern allerdings offen, ob man in Bestbesetzung antreten kann. Es gibt zwar weder „Urlauber“ noch verletzte Spieler, „aber die Woche im Training haben doch einige Leute gefehlt. Manche von ihnen hatten und haben Fieber. Ich bin selbst betroffen“, so Erovic, dessen Elf in der Kreisoberliga vergangene Runde zwei Mal gegen Hünfeld II gewann.

Die Spiele in der Übersicht

Samstag, 15 Uhr
SV Müs - Hünfelder SV II
FSV Thalau - SG Freiensteinau
RSV Petersberg - Spvgg. Hosenfeld
SG Kerzell - SG Aulatal
16 Uhr
SV Großenlüder - SG Eiterfeld/Leimbach
SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach - SG Bronnzell
17 Uhr
SG Schlüchtern/Elm - SG Oberzell/Züntersbach
TSV Künzell - FT Fulda

Autor: Ralph Kraus

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