17.08.2019

Roth und JFV Viktoria gieren nach Top-Platzierung

Junioren-Hessenligen: Verschiedene Vorzeichen für die sechs osthessischen Mannschaften

Für Florian Roth steht fest, wohin der Weg seiner Schützlinge vom JFV Viktoria Fulda gehen soll. Foto: Charlie Rolff

Rund drei Wochen nach den ersten Spielen im Seniorenbereich treten ab diesem Wochenende auch wieder die Youngster gegen den Ball. Bei den Junioren ist in diesem Jahr ein Quartett in der Hessenliga unterwegs, bei den Juniorinnen zwei Teams aus einer neuen Mädchenspielgemeinschaft. Die Saisonziele der sechs Teams könnten unterschiedlicher nicht sein.

A-Junioren-Hessenliga: JFV Viktoria Fulda

Fünf harte Woche liegen hinter den Schützlingen des JFV Viktoria Fulda um das Trainerduo Florian Roth/Sebastian Sonnenberger, die nun mit einem Sieg zum Auftakt gegen den FV Biebrich (Samstag, 15 Uhr in Lehnerz) vergoldet werden sollen. „Wir sind gierig auf den ersten Dreier“, betont Roth. Der Gegner stellt jedoch einen mehr als unangenehmen Kontrahenten dar, welcher in den beiden Duellen der vergangenen Saison einen technisch feinen Fußball gezeigt hat. Dennoch stuft Roth Biebrich als schlagbar ein, vor allem weil ein Heimspiel ansteht. „In Lehnerz sehen wir immer gut aus“, weiß der Coach und möchte an die starke Serie aus der Vorsaison anknüpfen, als der JFV alle zehn Partien an der Richard-Müller-Straße gewann.

Zufrieden stimmt ihn auch die Vorbereitung, denn kontinuierlich konnte das Trainer-Duo mit 20 Spielern arbeiten. Viele Dinge funktionieren deshalb bereits sehr ordentlich, Roth erwartet, „dass wir ein dominantes Auftreten im Spiel mit Ball an den Tag legen. Sebastian und ich denken den gleichen Fußball, kommen uns deshalb auch nicht in die Quere. Egal ob Vorbereitung, Nachbereitung oder das Spiel selbst. Alles läuft harmonisch.“ Als harmonischen Haufen stuft der 36-Jährige auch seine Jungs ein, die trotz des kurzfristigen Abgangs von Felix Schütz (Kickers Offenbach) eine ordentliche Qualität mitbringen. „Wenn man den Kader mit dem vom letzten Jahr vergleicht, haben wir schon etwas hinzugewonnen. Der ältere Jahrgang hat zu 80 Prozent bereits Erfahrung in der Hessenliga. Hinzu kommen Max Vogel und Cedrik Keller, die mit Horas dort Erfahrung sammelten. Die Jungs aus dem jüngeren Jahrgang bringen ebenfalls viel Qualität mit“, verrät Roth. Ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften sei deshalb das erklärte Saisonziel.

A-Junioren-Hessenliga: FV Horas

Bock auf die zweite Hessenligasaison in Folge hat auch der FV Horas, wenngleich die Vorzeichen bei den Jungs von Neu-Trainer Stephan Fröhlich ganz andere sind. „Klassenerhalt“, meint Jugendleiter Stephan Ulrich kurz und knapp auf die Frage nach dem Ziel. Ein erster Gradmesser kommt direkt schon am Sonntag (11 Uhr) nach Horas, mit dem FSV Frankfurt stellt sich ein Bundesligaabsteiger vor. Soll es mit einer Überraschung klappen, müssen sicherlich alle Komponenten stimmen. Ulrich weiß allerdings, „dass wir die größte Möglichkeit auf einen Punkt gegen den FSV noch am ersten Spieltag haben. Über die 90 Minuten wird es wichtig sein, dass wir als Mannschaft arbeiten, mit Engagement und Herzblut gegen den Ball spielen. Spielerisch wissen wir, dass es wohl nicht ausreichend wird. Die genannten Werte zählen jedoch für die gesamte Saison.“

Rückschläge seien eingeplant. „Wir werden uns bei einigen Niederlagen nicht aus der Spur werfen lassen. Jeder weiß, dass es schwierig wird. Die Spieler allen voran“, sagt der Jugendleiter. Vorfreude und Euphorie seien dennoch vorhanden, denn dafür mache die Hessenliga viel zu viel Spaß. „Es sind immer interessante Spiele, denn die Mannschaften bringen ein richtig gutes Niveau mit“, frohlockt Ulrich. Zufrieden seien die Verantwortlichen mit der Vorbereitung, wenn auch nur ein Sieg (4:3 gegen Nüsttal) zu Buche stand. Coach Fröhlich konnte zudem auf einen überdurchschnittlich guten Trainingsbetrieb zurückblicken, bei welchem die Mannschaft, die in der Breite sicherlich nicht das Niveau der abgelaufenen Saison besitzt, immer mit hohem Einsatz und Willen dabei war.

B-Junioren-Hessenliga

Mit einem neuen Trainer gehen auch die B-Junioren des JFV Viktoria Fulda an den Start. Stanislav Szilagyi, der in der Vorsaison noch die U16 trainiert hat, möchte nun im Auswärtsspiel beim letztjährigen Verbandsligameister VfB Marburg (Sonntag, 11 Uhr) erfolgreich in die Saison starten. Der Coach kennt den Gegner zwar noch, „aber sie sind mit dem älteren Jahrgang Meister geworden. Die Mannschaft ist deshalb komplett neu aufgestellt und nicht ausrechenbar“, sagt der Coach, der eine schwierige Saison für den JFV erwartet: „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir uns nicht mit den ganzen Nachwuchsleistungszentren messen müssen. Unsere Aufgabe wird es sein, gegen Gegner auf Augenhöhe wie eben Marburg erfolgreich zu agieren.“ Die Marschrichtung für Sonntag ist deshalb leicht beschrieben: „Wir fahren dort nicht hin und warten ab“, verspricht Szilagyi.

Vor zwei Jahren stieg ein Großteil des Teams aus der C-Junioren-Hessenliga ab, doch das soll nicht noch einmal passieren. „Die Jungs wissen, wie bitter das ist. Unsere Vorbereitung lief aber gut, wir haben im Training gut gearbeitet und der Konkurrenzkampf belebt die Mannschaft, denn wir haben fast 40 Leute für zwei B-Junioren-Teams“, meint der Coach. In der Breite sei das Team entsprechend gut aufgestellt – und an die bisher gezeigten vielversprechenden Ansätze soll weiterhin angeknüpft werden. Selbst dann, wenn einmal mehrere Partien verloren gehen.

C-Junioren-Hessenliga

Letztlich souverän haben die C-Junioren des JFV Viktoria Fulda den Abstieg aus der Hessenliga repariert und mit dem Meistertitel in der Verbandsliga die sofortige Rückkehr in Hessens Beletage geschafft. Aufstiegstrainer Stefan Huck verließ seine Jungs nach der Saison allerdings und heuerte im Nachwuchsleistungszentrum des SV Darmstadt 98 an, wo er als Individualtrainer im technischen Bereich arbeitet. Seinen Posten übernahm der frühere Haunetal-Coach Senouci Allam, der einen neuerlichen Abstieg verhindern soll. Die Ergebnisse der Testspiele lassen auf eine erfolgreiche Saison hoffen, die am Samstag, 24. August, mit einem Heimspiel in Bronnzell gegen Ober-Roden beginnt.

B-Juniorinnen-Hessenliga:

Erstmals als Spielgemeinschaft geht die MSG Gläserzell/Pilgerzell in der höchsten Liga in Hessens an den Start. Nach einem neunten Platz Gläserzells in der abgelaufenen Saison sowie dem zweiten Platz von Pilgerzell in der Verbandsliga wollen die Mädels von Trainer Torsten Steinert, der auf Mario Zura (Herren SG Rückers II) folgt, nun neu angreifen. Mit einem Heimspiel gegen Verbandsligameister Eintracht Frankfurt am Samstag, 24. August (11 Uhr, in Gläserzell), startet das erneute Unterfangen Hessenliga.

C-Juniorinnen-Hessenliga

Einen starken zweiten Rang erreichte der TSV Pilgerzell in seiner Premierensaison in der Hessenliga. Wie die B-Juniorinnen gehen auch die C-Juniorinnen jetzt in einer Spielgemeinschaft mit Gläserzell an den Start und wollen erneut in Hessens Beletage für Aufsehen sorgen. Die Aufgabe der Mädels von Melanie Müller zum Auftakt wird allerdings keine leichte, denn der Hessenmeister FSV Hessen Wetzlar stellt sich am Sonntag, 25. August (11 Uhr), in Gläserzell vor.

Autor: Tobias Konrad

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