08.08.2019

Spitzenspiel? Gören sieht das anders

Barockstadt spielt in Lehnerz gegen den VfB

Kevin Hillmann drängt mit Macht zurück in Richtung Startelf. Foto: Kevin Kremer

Nur zwei Hessenligisten haben einen idealen Start hingelegt – und maximal einer wird dies auch noch nach dem kommenden Wochenende behaupten können. Denn die beiden Sechs-Punkte-Starter SG Barockstadt und VfB Ginsheim treffen am Samstag (15 Uhr) in Lehnerz im direkten Duell aufeinander.

Doch Sedat Gören scheut sich, das Wort „Spitzenspiel“ in den Mund zu nehmen. „Doch nicht nach zwei Spieltagen. Davon darf man erst nach zehn Partien sprechen“, sagt der 48-jährige Barockstadt-Coach, der den Gegner allerdings sehr ernst nimmt. „Ginsheim gibt gerade im zweiten Drittel keine Ruhe, geht auf jeden Ball und kommt so zum Erfolg. Dazu hat die Mannschaft in der Vorwärtsbewegung drei, vier sehr gute Spieler.“ Dies sei nicht nur Görens Quintessenz aus der Analyse der beiden Ginsheimer Siege in Griesheim (4:2) und gegen Dreieich (5:2), sondern auch die Erkenntnis aus der vergangenen Serie, die Ginsheim als Sechster nur einen Platz und zwei Punkte hinter der SGB abschloss. Und erneut ist Ginsheim (vergangene Serie 73:74 Tore) vorne wie hinten für Tore gut.

Wie Gören dem entgegentreten will? „Das haben wir intern bereits früh in dieser Woche besprochen“, sagt er in aller Gelassenheit. Die Variationen sind gerade auf den beiden Außenbahnen groß. Soll es etwas defensiver sein, wie im ersten Spiel gegen Steinbach, sind Dennis Müller und der wieder fitte Kevin Hillmann erste Wahl. Soll es offensiver sein, stehen Patrick Broschke und Jan-Niklas Jordan in der Gunst des Trainers weiter oben. Wie er am Samstag entscheiden wird? Zumindest scheint Hillmann mit Macht in die Elf zurückzudrängen: „Er hat in den ersten Einheiten einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, gibt Gören preis, der allerdings auch anfügt, „dass die Aufstellung immer gegner- und trainingsabhängig ist“.

Dass das Spiel in Lehnerz stattfinden wird, wertet Gören indes als kleines Manko – auch aufgrund der teils wilden Spielweise des Gegners. „Die Räume werden noch enger sein. Aber, das ist klar, wir wollen unsere Heimspiele auf egal welchem Platz erfolgreich bestreiten.“ Gelingt dies, bleibt auch die Tabellenführung in Barockstadts Händen.

Kommentieren