01.08.2019

"Im Fußball gibt es nur eine Sprache"

Hessenliga: Bräuers überraschend guter Schritt zurück

Leon Bräuer erlebte beim SV Neuhof ein Comeback nach Maß. Foto: Ralph Kraus

Dem SV Neuhof ist mit dem 2:1 gegen Fernwald ein perfekter Start in die Hessenliga-Saison geglückt. Siegtorschütze war mit Leon Bräuer ein Rückkehrer, der vergangene Saison noch in der Gruppenliga spielte.

"Ich bin natürlich glücklich, dass mir direkt das Tor gelungen ist", beschreibt der Matchwinner seine Gefühlslage. Für viele seiner Teamkollegen war es das erste Hessenliga-Spiel überhaupt, entsprechend nervös wirkte der SVN zu Beginn. Keeper Dogus Albayrak hielt die Neuhofer zunächst in der Partie, ehe die Hausherren nach der Pause früher anliefen und so deutlich besser in die Begegnung fanden. Einen "absolut verdienten Sieg" sah deshalb nicht nur der Siegtorschütze zum 2:1, der Innenverteidiger war in der 71. Minute aufgerückt und netzte per Volleyschuss ein.

Es war nicht das erste Hessenliga-Spiel für den 22-Jährigen, der schon vor fast fünf Jahren in Flieden bei Kurzeinsätzen erste Erfahrungen in dieser Liga gesammelt hat. Dennoch schien es für viele überraschend, dass Bräuer im Sommer den Schritt von Gruppenliga-Meister Bad Soden zurück in die Glückaufkampfbahn ging, wo er schon von 2015 bis 2017 am Ball war. "Für mich ist die Hessenliga sehr reizvoll, zudem habe ich mich in Neuhof immer sehr wohl gefühlt", begründet der Gelnhäuser seinen Wechsel.

Sportlich scheint sich der Wechsel schon jetzt gelohnt zu haben. Blieb Bräuer in Bad Soden häufig nur ein Platz auf der Bank, hat er sich bei Neuhof direkt in der Abwehrreihe festgespielt. "Ich habe nach der harten Vorbereitung schon ein bisschen gehofft, dass ich spielen würde. Wir haben in Neuhof einen guten Trainer und viele erfahrene Spieler, von denen ich noch viel lernen kann", so der kopfballstarke Innenverteidiger, der sich weiter verbessern möchte und sein Potenzial noch nicht ganz ausgeschöpft sieht.

Beim SVN ist Bräuer nun einer der wenigen deutschen Staatsbürger, was für den Gelnhäuser aber überhaupt kein Problem ist: "Wir haben eine gesunde Mischung in der Mannschaft und verstehen uns im Kollektiv gut. Dazu sprechen die meisten Spieler schon ein sehr gutes Deutsch, wobei es im Fußball ohnehin nur eine Sprache gibt", betont der 22-Jährige, der zuversichtlich ist, die Klasse halten zu können. "Wir wollen an unseren Start weiter anknüpfen. Ich hoffe, dass wir im Mittelfeld der Liga bleiben können und nicht unten reinrutschen."

Autor: Steffen Kollmann

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