28.07.2019

SV Neuhof schafft die Wende – Fotos

Hessenliga: Pausen-Rückstand gedreht

Neuhofs Ivan Mamusa (links) tanzt Fernwalds Mirco Geisler aus. Foto: Charlie Rolff

Dieser Hessenliga-Auftakt macht Lust auf mehr. Nach einer völlig verkorksten ersten Halbzeit und einem 0:1-Pausenrückstand drehte der Aufsteiger die Partie gegen den FSV Fernwald mit einer deutlichen Leistungssteigerung. Am Ende hatte Neuhof nicht unverdient 2:1 (0:1) gewonnen.

Neuhof startete mit fünf Neuen: Leon Bräuer (Bad Soden) und Josip Bagaric (Kroatien) bildeten die Innenverteidigung, Kenan Vatic (kam aus Mazedonien) rückte auf den Platz in der linken Außenverteidigung. Der vom Gegner Fernwald geholte Neven Vujica bespielte die rechte Bahn mit Drang als zweiter Mann neben Radek Görner in der Spitze. Dazu spielte der mit Trainer Plavcic aus Grebenstein gekommene Ivan Mamusa links.

Im Tor hat sich Dogus Albayrak gegen Konkurrent Ahmed Hadzic durchgesetzt. Wohl zu Recht: Denn Albayrak alleine war es zu verdanken, dass der SV Neuhof nicht früher in Rückstand geriet. Nach einem herrlichen Solo von Nicolas Strack (12.) und dem Kracher von Max-Peter Mohr (26.) verhinderte der Schlussmann Schlimmeres.

In der 36. Minute wurde das haushoch überlegene Spiel der Fernwalder Gäste auch von Erfolg gekrönt. Mit einem klasse Angriff machte der Mitaufsteiger das höchst verdiente 1:0. Dominik Völk leitete das Tor mit einem super Pass auf die linke Bahn ein. Dort setzte sich Nicolas Strack herausragend gegen Wozniak durch, drang in den Straraum ein und spielte den Ball scharf nach innen. Der Rest war für den mittlerweile 32-jährigen Torjäger Rafael Szymanski eine leichte Übung. Szymanski drückte den Ball nur noch über die Linie.

Ein anderes Bild dann in der zweiten Hälfte: Neuhof kam wie verwandelt aus der Kabine, zeigte endlich Mut, beteiligte sich am Spiel und hatte nun die besseren Chancen. Fernwalds Keeper Jäckel hielt erst beim Kopfball von Vujica aus Nahdistanz herausragend (55.), dann beim verdeckten Schuss von Velic ordentlich (60.). Und doch war Jäckel kurz danach der ärmste Teufel in der Glückaufkampfbahn, als er sich einen hoch in die Gefahrenzone gebrachten Freistoß selbst über die eigene Torlinie faustete.

Mit diesem 1:1 (64.) war das Match endgültig wieder offen und die Wende sollte kommen, als Leon Bräuer aus 12 Metern mit einem Volley das Führungstor für Neuhof erzielte. Gegen Ende ließ Neuhof dann noch zwei, drei dicke Möglichkeiten zum 3:1 liegen, so dass der Sieg am Ende sogar verdient war. Ein Umstand, mit dem zur Pause niemand rechnen konnte.

Die Statistik

SV Neuhof: Albayrak; Wozniak, Bräuer, Bagaric, Vatic (46. Kovac), Velic, Vujica, Krastov (90. van der Waart van Gulik), Anastasov, Mamusa, Görner.
FSV Fernwald: Jäckel; Geisler, Dettki, Bender, Oliveira, Völk, Goncalves, Mohr (75. Erben), Bartheld, Strack, Szymanski.
Schiedsrichter: Ehsan Amiran (Wiesbaden).
Zuschauer: 320.
Tore: 0:1 Rafael Szymanski (36.), 1:1 Stephan Jäckel (64., Eigentor), 2:1 Leon Bräuer (71.).

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