25.07.2019

Unter anderen Bedingungen ins "Rückspiel"

Hessenliga: Barockstadt gegen Steinbach – Klappe, die Zweite

Dominik Rummel hatte am Dienstagabend gut lachen. Am Freitag möchte der SGB-Goalgetter erneut knipsen. Foto: Kevin Kremer

Endlich wieder Hessenliga. Die neue Punktrunde steht in den Startlöchern – und bereits am ersten Spieltag kommt es im Stadion der Stadt Fulda (Freitag, 19.30 Uhr) zum Derby zwischen der SG Barockstadt und dem SV Steinbach. Am vergangenen Dienstag hatten die Akteure bereits Zeit sich zu beschnuppern.

Mit einem glanzlosen, aber im Endeffekt verdienten 2:0-Sieg sicherte sich vor wenigen Tagen die Barockstadt die nächste Runde im Hessenpokal. Doch morgen Abend soll jenes Ergebnis keine Rolle mehr spielen, denn die Vorzeichen seien ganz andere. "Zum einen könnte es ganz andere Aufstellungen geben, zum anderen ist auf unserem Platz in der Johannisau ein ganz anderer Fußball möglich", weiß Dominik Rummel. Der 25-Jährige selbst brachte mit seinem Kopfballtreffer die Fulda-Lehnerzer auf die Siegerstraße und hätte Sekunden später gar das zweite Tor nachlegen können. "Das frühe Tor hat uns Sicherheit gegeben", so der Goalgetter. Gleichzeitig sei allerdings auch noch viel Sand im Getriebe gewesen.

Die zweite Hälfte der ersten Halbzeit nämlich ging an den SVS. An diese Phase müssen die Steinbacher anknüpfen, wenn es denn mit einem Punktgewinn beim großen Favoriten klappen soll. "Die einzelnen Nadelstiche, die sie setzen werden, müssen wir vermeiden", macht Rummel klar, der jedoch im selben Atemzug betont, "dass wir nach vorne hin mehr Alternativen haben. Wir trainieren viel mit Ball, um gegen tiefstehende Gegner Lösungen zu finden. Zudem haben wir Leute vorne, die einfach Bock haben zu zocken." Jene Variabilität wurde teilweise am Dienstag sichtbar, wenngleich der ehemalige Junioren-Bundesligaspieler das eine oder andere Mal auf sich alleine gestellt war.

Die Souveränität, mit der die SGB das Ergebnis in Steinbach herunterspielte, soll hingegen auch im zweiten Spiel binnen weniger Tage für einen erneuten Triumph sorgen. Von einem klaren und deutlichen Sieg, der auch ein Zeichen an die Konkurrenz in der Hessenliga sein könnte, möchte Rummel nichts wissen: "Wenn wir eklig 1:0 gewinnen, ist mir das auch recht. Klar ist überzeugend schöner, aber zuerst wollen wir vor hoffentlich vielen Leuten erfolgreich in die Saison kommen und dann schauen wir weiter."

Steinbach selbst will "Mut zeigen"

Einer, der die Barockstadt-Offensive zur Verzweiflung bringen will, ist Steinbachs Schlussmann Tim Kleemann. Ob der 21-Jährige jedoch wie im Pokalspiel von Beginn an ran darf, entscheidet sich kurzfristig. "Bei uns gibt es keine Absprache, wer die Nummer eins ist. Das entscheidet der Trainer immer kurzfristig vor dem Spiel", meint der Youngster und erzählt von einem offenen Rennen zwischen ihm und Daniel Heinrich, in dem sich beide in der Vorbereitung wenig genommen hätten und man deshalb von Spiel zu Spiel schaue.

In seinem ersten Spiel für den SVS sei Kleemann vor Beginn "positiv gesund angespannt" gewesen. Fehlerfrei agierte der ehemalige Juniorenspieler des JFV Viktoria, bei beiden Gegentoren hatte Kleemann nicht den Hauch einer Chance. Für seine Vorderleute gilt es nun, erneut mit viel Mut im Stadion aufzutreten. "Wir haben phasenweise gezeigt, dass wir mithalten können. Jetzt müssen wir wieder Mut zeigen, zumal wir mit Michael Wiegand einen Spieler zurückbekommen, der uns in der Zentrale gut tut. Dadurch haben wir eventuell noch mehr Schwung nach vorne", meint der Keeper. Durch Wiegands Rückkehr könnte Petr Kvaca wieder eine Position nach vorne rücken, sodass der Unterdog dann ganz vorne etwas mehr Routine besitzt als am Dienstag mit den jungen Wilden um Max Stadler, Dominik Hanslik und Fabian Koch. Vielleicht ist dies ja das Puzzleteil, um für eine Überraschung zu sorgen.

Autor: Tobias Konrad

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