09.07.2019

Die Neuzugänge betreiben Eigenwerbung

Paliatka erfreut an homogenen Elf

Kubilay Kücükler (links) erzielte den Führungstreffer für den SV Steinbach, hier war Hünfelds Innenverteidiger Nicolas Häuser allerdings einen Schritt schneller. Foto: Siggi Larbig

Das Prestigeduell im Rahmen des 100. Geburtstags des SV Roßbach setzte sich Hessenligist Steinbach verdient mit 2:0 (1:0) gegen pomadige Hünfelder durch.

Verdient war der Erfolg, weil der SVS nach den bisherigen Einheiten noch etwas frischer als der Kontrahent präsentierte, auch wenn SVS-Trainer Petr Paliatka feststellte, „dass gerade in der Endphase die Körner gefehlt haben“. Insgesamt kann Paliatka aber nur Positives berichten: „Die Mannschaft ist sehr homogen, keiner hat die Nase oben. Das Gebilde passt sehr gut zusammen.“ Zwei Neuzugänge sorgten auch für die Treffer: Kubilay Kücükler blieb ganz früh im Spiel nach einem Querpass von Fabian Koch eiskalt vor Jonas Hosenfeld (3.). Kurz nach dem Seitenwechsel war es mit Max Stadler der Youngster, er nach einen Freistoß von Marcel Ludwig mit dem Kopf veredelte (48.). Nicht die einzigen Gelegenheiten der Steinbacher, die zweimal Jonas Hosenfeld zu Glanzparaden zwangen.

Verbandsligist Hünfeld konnte nicht an das vergangene Wochenende anknüpfen, als gegen die SG Barockstadt ein Sieg im Elfmeterschießen herausgesprungen war. „Aus dem Spiel heute lernen die Spieler sicherlich mehr. Aber ich will das zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung auch gar nicht zu hoch hängen, da darf so ein Spiel auch mal dabei sein“, sagte Coach Dominik Weber. Doch er legte auch den Finger in die Wunder. Was gut gewesen sei? „Das können wir schnell abhaken“, lautete die Antwort. Nicht gut war hingegen die Kommunikation, die Bewegung, die Kompaktheit und auch die Bewegung im System. Der HSV versuchte sich mit Dreierkette und einem Fünfer-Mittelfeld. Wirklich Linie bekam das Team ohne die zentralen Fixpunkte Alexander Reith und Kevin Krieger nie ins Spiel. Die größten Chancen vergaben Florian Münkel und Levin Baumgart.

Das Spiel war finanziell ein voller Erfolg – und zwar nicht für den Gastgeber, sondern für die MS-Kontaktgruppe Fulda, für die durch den Essensverkauf insgesamt 1?500 Euro eingespielt werden konnte und bereits direkt nach Abpfiff per Scheck übergeben wurde.

Die Statistik:

SV Steinbach: Heinrich (46. Kleemann); T. Wiegand, Dimitrijevic, M. Wiegand, Neacsu, Hanslik (46. Kvaca), Faust, Milenkovski, Kücükler (46. Ludwig), Koch (46. Pabst), Stadler (53. Ullrich).
Hünfelder SV: Hosenfeld; Dücker (75. Schuch), Häuser, Faulstich, Vogt, Münkel, Rohde, Witzel, Fröhlich (46. Baumgart), Neidhardt (46. Gadermann), Alles.
Schiedsrichter: Holger Muschik (SV Roßbach).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Kubilay Kücükler (3.), 2:0 Max Stadler (48.).

Autor: Johannes Götze

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