24.06.2019

Unzufriedene Spieler soll es nicht mehr geben

Barockstadt startet mit drei externen und drei internen Neuen

Sedat Gören (rechts) und Co-Trainer Dennis Leinweber (von links) begrüßen die Neuen Yves Böttler, Jan-Henrik Wolf und Andre Fließ. Foto: Steffen Kollmann

Die SG Barockstadt hat am Montagabend die Vorbereitung für die kommende Hessenliga-Saison aufgenommen. Drei externe und drei intere Neuzugänge sind neu dabei, insgesamt ist der Kader aber kleiner geworden.

Yves Böttler (SV Hadamar), Andre Fließ (Eintracht Stadtallendorf) und Niklas Breunung (USA) heißen die neuen Gesichter, die allesamt schon ordentlich Erfahrung mitbringen. Böttler und Fließ spielten vor kurzem noch in der Regionalliga, Breunung war vor seinem Studium in den Staaten schon Leistungsträger beim TSV Lehnerz, steht aber erst in einem Monat zur Verfügung. Mit Jan-Henrik Wolf darf sich in der Vorbereitung zudem der beste Torjäger der Reserve beweisen, auch die aufgerückten Jugendspieler Hamed Noori und Anto Vinojcic bekommen ihre Chance.

„Ich habe ja schon vor einiger Zeit gesagt, dass wir künftig von unten nach oben auffüllen wollen“, so Trainer Sedat Gören, dessen Team sich deshalb auch von einigen Spielern getrennt hat. Christopher Bieber (TSV Aubstadt), Benjamin Trümner (1. FC Schwalmstadt), Alexander Reith (Hünfelder SV), Marcel Mosch (SG Johannesberg) und David Wollny (SG Eiterfeld/Leimbach) sind weg, mit Marius Strangl gesellte sich kurzfristig noch ein weiterer Spieler zu den Abgängen. Den Leistungsträger der vergangenen Rückrunde zieht es nach bestandenem Masterstudium berufsbedingt in den Raum Wiesbaden.

„Das ist ein Verlust, mit dem wir nicht gerechnet haben. Deshalb werden wir die Augen offenhalten. Mir werden jeden Tag vier bis fünf Spieler angeboten, aber es muss passen“, betont Gören, dem momentan mit 20 Feldspielern und drei Torhütern ein deutlich kleinerer Kader als in der Vorsaison zur Verfügung steht. Aus gutem Grund: „Wir hatten viele unzufriedene Spieler, das wollen wir nicht mehr. Deshalb haben wir nach Leistung reagiert und das Aufgebot verkleinert“, sagt der Coach, der in der ersten Einheit nach der Pause noch auf die Urlauber Patrick Schaaf, Marcel Trägler und Aykut Bayar verzichten musste.

Zurückhaltende Zielsetzung

Bis zum Wochenende und dem ersten Testspiel gegen Bayernligist Großbardorf sollen alle Spieler an Bord sein, die sich in der Vorbereitung auf einige Highlights freuen dürfen. Unter anderem gibt es wieder ein Trainingslager in Leipzig, wo sich die SGB mit dem Regionalliga-Neuling Chemie Leipzig messen darf. Mit Mainz 05 II gibt es einen weiteren Gegner aus der vierten Liga. „Ziel ist es, dass jeder wieder geil auf Fußball und die Vorbereitung ist. Dann können wir voller Freude in die nächste Saison starten“, sagt Gören.

Der 47-Jährige verzichtet dabei aber auf eine aggressive Zielsetzung. „Wir wollen wieder in den Top fünf landen. Mit starken Mannschaften wie Hessen Kassel, Dreieich und Stadtallendorf ist eine Prognose schwierig“, gibt sich Gören zunächst noch zurückhaltend. Zumindest sollte aber der Saisonstart ein ganzes Stück besser verlaufen als in der Vorsaison, um das Interesse der Region zu wecken. Seinem offensiven und dominanten Spielstil aus der Rückrunde will der Übungsleiter dabei treu bleiben: „Unsere Stärken wollen wir keinesfalls vernachlässigen. An der Rückwärtsbewegung und dem Abwehrverhalten müssen wir aber arbeiten.“

Die Testspiele in der Übersicht:

Samstag, 29. Juni (16 Uhr): TSV Großbardorf (in Wüstensachsen)
Sonntag, 30. Juni (15.30 Uhr): Rhönauswahl (in Vacha)
Mittwoch, 3. Juli (19 Uhr): FSV Mainz 05 II (in Grünberg)
Freitag, 5. Juni (19 Uhr): Rhönauswahl (in Simmershausen)
Samstag, 6. Juni: Blitzturnier in Eiterfeld
Samstag, 13. Juli (14 Uhr): Chemie Leipzig (in Leipzig)
Samstag, 20. Juli (16 Uhr): SV Bornheim (in Fulda)
Sonntag, 21. Juli (14 Uhr): Hünfelder SV (in Hünfeld)

Autor: Steffen Kollmann

Kommentieren