18.05.2019

Die Buchonia hat ihr Endspiel

Hessenliga: Flieden landet in Waldgirmes den dritten und wichtigsten Auswärtssieg

Erleichterung und Freude machte sich nach Abpfiff auf der Fliedener Bank breit. Foto: Christian Halling

Der SV Buchonia Flieden gibt in der Hessenliga nicht klein bei und hat sich durch einen verdienten 1:0 (1:0)-Erfolg beim SC Waldgirmes die Chance auf den Klassenerhalt bewahrt. Es war nach dem 2:0 in Hünfeld und dem 2:1 in Alzenau erst der dritte, aber dafür wohl wichtigste Auswärtssieg dieser Runde. In der kommenden Woche steht am Weiher nun ein Heimspiel für die Elf von Zlatko Radic gegen Hessen Kassel an, in der Flieden mit Türk Gücü Friedberg und unter Umständen Hünfeld um den letzten Nichtabstiegsplatz wetteifern wird.

Das Tor des Tages fiel Flieden-typisch nach einem Standard: Nach einer Ecke von Marc Götze war Niko Zeller volles Risiko gegangen, sein Volleyschuss knallte Sascha Rumpeltes, den Radic als einzige Veränderung im Vergleich zur Vorwoche für den gesperrten Marc Röhrig gebracht hatte, an den Kopf und von dort ins Tor (26.).

Es war eine von nur wenigen Torszenen im ganzen Spiel. Radic hatte seine Mannen in einem 4-3-1-2-System angeordnet, somit das Zentrum extrem verdichtet, um den Waldgirmeser Spiel- und Kombinationsfluss zu hemmen. Dem SCW, der Trainer Daniyel Bulut eigentlich einen würdigen Abschied bescheren wollte, gingen die zündenden Ideen ab, wobei einige Fernschüsse aufs Tor von Lukas Hohmann nicht ungefährlich waren.

Im Wissen, dass nur ein Sieg das Überleben sichern würden, warfen sich die Fliedener auch nach der Pause in jeden von unzähligen Zweikämpfen und raubten den Hausherren so die Lust. "Kampf und Leidenschaft haben heute zu 100 Prozent gestimmt. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir leben noch", hatte Radic hinterher nur Lob für seine Mannschaft über. Allerdings hatte es diese Radic und dem Fliedener Anhang auch in der Schlussphase nicht leicht gemacht, vergaben doch Fabian Schaub oder Felix Hack beim ein oder anderen Entlastungsangriff das erlösende 2:0.

So musste Fortuna noch einmal herhalten, als André Leibold einen Schuss des eingewechselten Jafar Azizi noch mit der Hüfte und ohne Hände abwehren konnte und der Nachschuss knapp am Tor vorbeizischte (86.). Der Rest war Jubel und die Hoffnung, dass man gegen Hessen Kassel, für das es im Schlussakkord noch um die Aufstiegsrelegation geht, mal wieder ein Wunder vom Weiher schafft. "In Flieden wird es abgehen am letzten Spieltag", verspricht Radic schon mal. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Youngster Jacob Müller, der nur zwölf Minuten nach seiner Einwechslung schon wieder runter musste, nachdem er sich das Knie verdreht hatte.

Die Statistik:

SC Waldgirmes: Alpsoy - Siegel, Schmidt (73. Süt), Lang, Fries, Öztürk (78. Cinemre) - Schneider, Golafra - Ciraci, Helm (60. Azizi) - Duran.
SV Buchonia Flieden: L. Hohmann - N. Hohmann, Leibold, Bartel, Kullmann - Gaul, Zeller, Rumpeltes - Schaub, Götze (70. Müller, 83. Hack), Drews (59. Kreß).
Schiedsrichter: Simon Wecht (Heppenheim).
Zuschauer: 150.
Tor: 0:1 Sascha Rumpeltes (26.).

Autor: Christian Halling

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