04.04.2019

Flieden hat nun was zu verlieren

Hessenliga: Radic fordert gegen Ginsheim weiter vollen Fokus

Der Fliedener Weiher hat sich für André Leibold (rechs) und Co. punktetechnisch zur Oase entwickelt. Foto: Charlie Rolff

Die drei schweren Brocken, Gießen, Baunatal und Alzenau, hat der SV Flieden mit sechs Punkten bravourös hinter sich gelassen. Nun hat die Mannschaft aus dem Königreich nach vielen schweren Wochen wieder richtig gute Karten im Kampf um den Klassenerhalt und mit Ginsheim, Bad Vilbel und Griesheim in den nächsten drei Spielen vermeintlich machbare Gegner vor sich. Vor dem Heimspiel gegen den VfB Ginsheim (Samstag, 15 Uhr) hofft Buchonen-Coach Zlatko Radic, dass seine Mannschaft das Selbstvertrauen von den jüngsten Erfolgssträhne konserviert, ohne dabei einen Funken an Konzentration nachzulassen.

Ausgangslage:

Nach dem Coup in Alzenau steht Flieden das erste Mal seit dem 10. Spieltag wieder auf einem Nichtabstiegsplatz - dementsprechend gibt es gegen Ginsheim nun erstmals seit Monaten wieder etwas zu verlieren. Die Buchonen-Brust ist nach den zwei jüngsten Siegen und den 19 Punkten aus neun Spielen unter Zlatko Radic allerdings so breit wie lange nicht. "Es macht endlich wieder Spaß, auf die Tabelle zu schauen, allerdings dürfen wir uns nicht darauf ausruhen und müssen Platz zwölf Samstag ausblenden. Deshalb haben wir auch in dieser Woche die Zügel angezogen", fordert Radic weiterhin den vollen Fokus. Mit einem neuerlichen Erfolg am Weiher gegen den VfB könnte Flieden sich weiter von unten absetzen, darüber hinaus Ginsheim noch einmal mit in den Abstiegskampf hineinziehen.

Wissenswertes zum Spiel:

Der Fliedener Kader ist weiterhin groß, selbst Sascha Rumpeltes hat nach seiner langwierigen Fersenverletzung unter der Woche das erste Mal wieder komplett mit der Mannschaft trainiert. Zlatko Radic erwartet gegen den VfB ein Geduldsspiel: "Ginsheim ist extrem unangenehm zu spielen. Dazu haben sie ihre Qualität schon mehrfach angedeutet, wenn ich an die Siege des VfB gegen Gießen und die Barockstadt denke. Wir müssen vor allem auf die schnellen Leute bei ihnen achten." Ein Sieg Fliedens wäre vor allem für Frank Happ das passende Geschenk, feiert der stellvertretenden Vorsitzende der Buchonia doch im Anschluss an die Partie seinen 49. Geburtstag.

Der Gegner:

Am Mainspitzdreieick wurde in der Winterpause ein größerer Umbruch vollzogen. Aus den unterschiedlichsten Gründen haben neun Spieler den VfB Ginsheim verlassen, mit Mahdi Mehnatgir (Schott Mainz), Pascal Hertlein (Flörsheim) oder Can Özer (Dreieich) haben sich die Mannen von Trainer Artur Lemm aber auf der anderen Seite auch super verstärkt. Der Deutsch-Iraner Mehnatgir, der nach einem halben Jahr aus Mainz zurückgekehrt ist, hat bereits vier Tore in sechs Spielen erzielt. Generell sind die Ginsheimer super aus der Winterpause gekommen, das jüngste 2:4 gegen ein formstarkes Hessen Kassel sollte die Blau-Weißen nicht umwerfen. Artur Lemm soll den Verein weiterhin in der Hessenliga etablieren, der Coach hat bereits verlängert.

Statistiken:

Zu Hause hat Flieden bisher alle fünf Spiele unter den neuem Coach Zlatko Radic für sich entscheiden können. Heimsiege sind auch das Stichwort, wenn man die drei bisherigen Aufeinandertreffen der beiden Teams in Augenschein nimmt: Da gab es in der Vorsaison ein 2:0 für Flieden, während die Buchonia in Ginsheim bei 2:5- und 0:4-Niederlagen aber mal so gar keinen Stich setzen konnte. Garantiert ist indes, dass am Weiher Tore fallen: 111 Treffer sind bisher in Spielen mit Ginsheimer Beteiligung gefallen - Topwert in der Liga.

Autor: Christian Halling

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