23.03.2019

Schaub setzt dem Wahnsinn die Krone auf - Fotos

Hessenliga: Fliedener Mentalitätsmonster drehen Spiel gegen Baunatal

Fabian Schaub (rechts) setzt sich hier gegen Baunatals Daniel Borgardt durch und wurde später wieder einmal zum Matchwinner. Foto: Charlie Rolff

Der SV Buchonia Flieden hat den nächsten ganz wichtigen Heimsieg im Abstieskampf eingefahren – obwohl es lange Zeit überhaupt nicht danach aussah. Nach 0:2-Rück- und 1:2-Pausenstand gewann das Team von Zlatko Radic vor einer tollen Kulisse von 650 Zuschauern am Ende noch mit 3:2.

Fabian Schaub setzte dem Wahnsinn nach 80 Minuten die Krone auf, als er sich nach einem langen Ball konsequent gegen KSV-Keeper Pascal Bielert durchsetzte und anschließend vom Strafraumeck die Kugel im hohen Bogen in den Kasten jagte. Schaub war bereits beim 2:2-Ausgleichstreffer entscheidend beteiligt, seine Hereingabe drückte Marc Röhrig über die Linie (47.).

"Wir wissen ja, dass er jedes Spiel entscheiden kann. Heute hat er das gemacht", so ein glücklicher Radic, der aber auch seiner ganzen Mannschaft ein Riesenkompliment aussprach. "Unser Glück war, dass wir das 1:2 noch vor der Pause gemacht haben. Baunatal war im Verlauf des Spiels dann nämlich nicht mehr so frisch."

Nach 40 Minuten sah es aber noch überhaupt nicht danach aus, dass die Buchonia die Punkte am heimischen Weiher behalten würde. Thomas Müller wurde von der neuformierten Viererkette – Kapitän Andreas Drews spielte zu Beginn in der Innenverteidigung und wurde erst in der zweiten Halbzeit ins Mittelfeld vorgezogen – bereits nach 180 Sekunden völlig vergessen und köpfte freistehend ein. Glück hatte Baunatal beim zweiten Treffer, als Fatih Üstün den Ball nicht richtig traf, dieser aber genau vor den Füßen von Manuel Pforr landete (28.).

Fliedener Mentalitätsmonster

Doch mit dem Anschlusstreffer kurz vor der Pause – Nico Hohmann hatte eine Ecke wieder scharf gemacht, Müller traf diesmal ins eigene Tor (41.) – war eine zuvor schwache Buchonia wieder mitten im Spiel. Und während die Kraft beim KSV nach 120 Minuten Pokalfight vergangenen Dienstag immer weniger wurde, kamen die Fliedener mit einer unheimlichen Mentalität zurück ins Spiel. Obwohl Baunatal hart (teilweise auch überhart) spielte, blieben die Hausherren ruhig, kämpften sich zurück und wurden am Ende belohnt. Der Sieg war auch nicht unverdient, da der KSV bis auf einen Freistoßknaller von Müller ans Aluminium (20.) vor dem Tor wenig zustande brachte.

"Ich kann meiner Mannschaft eigentlich nur vorwerfen, wie wir uns beim 2:2 verhalten. Ansonsten war das kämpferisch und läuferisch schon in Ordnung", so Baunatals Trainer Tobias Nebe, dessen Elf die Konzentration und Sicherheit im Verlauf der zweiten Halbzeit fehlte. Ganz im Gegensatz zu Flieden, nicht umsonst sprach Radic im Anschluss an die Pressekonferenz in den höchsten Tönen von seinen Mentalitätsmonstern, die zum fünften Mal in Folge daheim gewonnen haben.

Die Statistik:

SV Buchonia Flieden: L. Hohmann – Pfeiffer (76. Bohl), Leibold, Drews, N. Hohmann – Götze, Gaul, Weismantel (46. Bartel), Röhrig – Hagemann (68. Hack), Schaub.
KSV Baunatal: Bielert – Krengel, Blahout (46. Petrukhin), Künzel (75. Wolf), Sari – Borgardt – Möller, Schäfer (55. Ludwig) – Üstün – Pforr, Müller.
Schiedsrichter: Boris Reisert (Rödermark).
Zuschauer: 650.
Tore: 0:1 Thomas Müller (3.), 0:2 Manuel Pforr (28.), 1:2 Thomas Müller (41., Eigentor), 2:2 Marc Röhrig (47.), 3:2 Fabian Schaub (80.).

Autor: Steffen Kollmann

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