11.03.2019

„Teilweise ist es deprimierend“

Simon Grosch macht im Schlitzerland Schluss

Simon Grosch hört bei der SG Schlitzerland auf. Foto: Johannes Götze

Nach drei Jahren wird im Sommer Simon Groschs Reise als Trainer beim abstiegsgefährdeten Gruppenligisten SG Schlitzerland enden. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Bereits zum Vorbereitungsstart hatte Grosch klare Zeichen an seine Mannschaft gesandt und ihr ein wenig die Pistole auf die Brust gesetzt, nun folgte sein naheliegender Entschluss. „Ich bin super froh, dass ich da bin und da war. Ich will die Zeit im Schlitzerland keinesfalls missen. Allerdings verlief die Vorbereitung sehr schleppend. Einige Leistungsträger haben sich auf Dauer oder zumindest für eine gewisse Zeit abgemeldet, die Beteiligung war nicht gut. Es fühlt sich teilweise schon deprimierend an“, muss Grosch gestehen, der sich teilweise mehr als Betreuer, der elf Spieler zusammenbekommen muss, denn als Trainer fühle.

Den Klassenerhalt schreibt er deswegen keineswegs ab, „auch weil sich die verbliebenen Spieler noch einmal zusammengesetzt haben, wenngleich es ganz schwer wird“. Gerade von dem Rothemann-Sieg vor der Winterpause habe sich Grosch einen Schub versprochen, der aber ausgebliebenen ist. Die Personalsituation ist derweil eine ganz schwierige: "Wir müssen zusehen, dass wir überhaupt noch immer zwei Mannschaften sonntags ins Rennen schicken können", bedauert Grosch die Entwicklung und weiß auch, "dass die Mannschaft zur neuen Saison vielleicht auch einen neuen Impuls von außen benötigt".

Einen neuen Verein hat der 30-Jährige noch nicht, sagt, „dass ich bereit bin, aber auch nicht muss“. Eine junge, entwicklungsfähige und willige Mannschaft sei ganz nach seinem Geschmack.

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