07.03.2019

Bär und Maikranz unisono: "Das war nicht ligatauglich"

Verbandsliga: Alles-oder-Nichts-Spiel für Eichenzell

Alexander Bär (links) und Jochen Maikranz waren mit der Vorbereitung überhaupt nicht einverstanden. Fotos: Charlie Rolff

Während Barockstadt II und Eichenzell den Restrundenauftakt schon hinter sich haben, greifen Johannesberg, Neuhof und Steinbach am Wochenende erstmals wieder ins Verbandsliga-Geschehen ein. Doch nicht jeder Trainer war mit der Vorbereitung einverstanden, wie der Blick nach Johannesberg zeigt.

SG Johannesberg - Eintracht Baunatal (Samstag, 15.30 Uhr).

„Die Verfügbarkeit der Mannschaft war keineswegs verbandsligatauglich. Man sollte in Johannesberg nicht immer einen auf Schönwetter machen, wenn ich hier am Ende mit acht Mann auf dem Trainingsplatz stehe“, wird SGJ-Trainer Jochen Maikranz deutlich, der so auch schon Testspiele absagen musste. „Andererseits muss ich ausdrücklich die loben, die regelmäßig da waren, denn diese haben gut gearbeitet.“ Immerhin ist der Kader bis auf Radomir Vlk (private Gründe) und Ferhat Yildiz (Sperre) gegen Baunatal komplett, wobei Maikranz noch Zweifel hat, ob auf Rasen gespielt werden kann. Sollte dies der Fall sein, „dürfen wir uns von dem einmaligen Ausreißer und dem jüngsten 3:9 der Eintracht gegen Kaufungen nicht blenden lassen. Da wird es sicherlich unter der Woche gekracht haben. Wir wollen auf uns schauen und einen erfolgreichen Auftakt hinlegen.“

TuSpo Grebenstein - FC Eichenzell (Samstag, 15.30 Uhr).

„Es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel für beide Mannschaften. Es steht sehr viel auf dem Spiel, wir wissen um die Wichtigkeit“, so Britannen-Coach Heiko Rützel, dessen Truppe den rabenschwarzen Tag, den alle Spieler beim 1:5 gegen Weidenhausen erwischten, vergessen lassen möchte. Immerhin: Auch andere direkte Konkurrenten im Abstiegskampf, wie Gegner Grebenstein, haben nicht gepunktet, die TuSpo verlor beim 0:3 in Schwalmstadt sogar drei Spieler aufgrund von Roten Karten. Eichenzell kann dagegen erneut mit kompletter Besetzung antreten.

SC Willingen - SV Steinbach (Samstag, 16 Uhr).

Auch in Steinbach lief die Vorbereitung nicht nach Plan, immer wieder musste Spielertrainer Petr Paliatka auf Akteure verzichten. Das ist auch in Willingen so: Tom Wiegand, Dominik Hanslik und Pascal Manß fehlen auf jeden Fall, Max Schäfer, Jan Ullrich und Sebastian Bott sind mehr als fraglich. „Das soll jetzt aber keine Ausrede für Samstag sein, auch wenn das erste Spiel nach der Winterpause immer sehr schwierig ist“, so der Coach, der schon oft im Upland zu Gast war und entsprechend um die große Hürde weiß. „Man muss ja nur auf das Hinspiel schauen, als wir eigentlich hätten verlieren müssen. Aber wir wollen etwas mitnehmen, wir verbringen nicht vier Stunden im Bus, um mit leeren Händen heimzufahren.“

SG Barockstadt II - FSV Dörnberg (Sonntag, 15 Uhr).

Gegen fast alle Mannschaften wäre es von Vorteil, würde die Barockstadt-Reserve erneut auf Kunstrasen ausweichen, nicht aber gegen Schlusslicht Dörnberg, das bekanntermaßen all seine Heimspiele auf künstlichem Geläuf austrägt. Dennoch geht die Tendenz erneut in Richtung Kunstrasen, wo Trainer Marco Lohsse „an die Leistung in der ersten Halbzeit gegen Eschwege anknüpfen“ will. Offensiv stand dem Coach beim 1:1 fast ein Überangebot zur Verfügung, weshalb Christoph Sternstein auf die ungewohnten Position des Rechtsverteidigers ausweichen musste. Gegen Dörnberg kehrt zudem Stürmer Tobias Göbel zurück. „Natürlich wollen wir unser Heimspiel gewinnen, wenngleich uns bewusst ist, dass es gegen den Letzten kein Selbstläufer wird.“ Bestes Beispiel vor zwei Wochen, als die eigene erste Mannschaft daheim gegen Ederbergland verlor.

1. FC Schwalmstadt - SV Neuhof (Sonntag, 17.30 Uhr).

In Neuhof ist die Gemütslage ähnlich wie in Johannesberg, Trainer Alexander Bär benutzt sogar dieselben Worte wie sein Kollege Maikranz: „Diese Vorbereitung war nicht verbandsligatauglich. Anscheinend haben sich die Spieler in Neuhof eine Wohlfühloase aufgebaut, in der sie so lange Urlaub machen können, wie sie wollen. Ich sehe uns gar nicht gerüstet“, so der Coach, der allerdings vor einem Jahr ähnliche Zustände vorfand, Neuhof aber anschließend eine überragende Rückrunde spielte. Mit einem Punkt bei gut verstärkten Schwalmstädtern auf ungewohntem Kunstrasen könnte Bär schon sehr gut leben.

Autor: Steffen Kollmann

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