04.03.2019

Radic hatte noch nie so viel Glück

Hessenliga: Buchonia muss sich dringend wieder steigern

Zlatko Radic konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden sein. Foto: Charlie Rolff

Möchte der SV Buchonia Flieden den Klassenerhalt in der Hessenliga schaffen, muss die Mannschaft künftig ein anderes Gesicht zeigen als jenes, was sie bei Schlusslicht Neu-Isenburg gezeigt hat. Mit sehr viel Dusel reichte es aber trotzdem zu einem Punkt beim schwachen 1:1 (1:0).

„Ich glaube, so viel Glück hatte ich als Spieler nie gehabt“, konstatierte Buchonen-Trainer Zlatko Radic nach 90 enttäuschenden Minuten seiner Mannschaft. Kein Feldspieler hatte annähernd Normalform. Stets war ein Neu-Isenburger Spieler schneller am Ball, da die Fliedener überhaupt nicht in die Zweikämpfe kamen. Dazu passte die Organisation auf dem Platz nicht, die Viererkette schwamm ein ums andere Mal, das Mittelfeld bekam die Löcher nicht geschlossen und die Offensive keinen einzigen vernünftigen Angriff herausgespielt.

Ganz anders Neu-Isenburg. Der geneigte Zuschauer fragte sich durchaus, wie diese Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz stehen konnte, hatte nach 90 Minuten aber eine Antwort parat. Die Chancenverwertung der Spielvereinigung war derart desolat, dass die Fliedener sich fast logischerweise dafür rächen mussten. Genauer gesagt in Person von Niko Zeller, der – wie sollte es anders sein – kurz vor Schluss nach einer Ecke zur Stelle war.

„Wenn man so viele Chancen nicht nutzt, wird man am Ende eben bestraft“, wusste Radic. Gerade Ex-Fliedener Dario Stange hätte seinen ehemaligen Club im Alleingang abschießen können, ihm gelang aber nur der Führungstreffer nach 33 Minuten. Bedanken durfte sich die Buchonia bei Lukas Hohmann, der – im Gegensatz zu seinen Kollegen – einen Sahnetag erwischt hatte.

„Unser Auftritt war absolut enttäuschend, es war zweifelsohne das schlechteste Spiel, seitdem ich Trainer in Flieden bin“, sparte Radic nicht an Kritik, wusste dabei aber auch, dass der Punkt im Abstiegskampf wichtig werden könnte. Den Frust schoben am Ende die Hausherren, Kapitän Johannes Günther fasste es gegenüber seinen Kollegen treffend zusammen: „Wenn du unten stehst, dann läuft es eben genau so.“

Autor: Steffen Kollmann

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