02.10.2017

Verfolgerduell steigt auf der Rhönkampfbahn

Verbandsliga: Petersberg empfängt CSC

Bezeichnend: Hünfelds Julian Rohde lässt sich nicht mal durch ein Foul von Kubilay Kücükler stoppen und leitet dabei auch noch das 3:0 gegen Petersberg ein. Foto: Siggi Larbig

Zwei osthessische Verbandsligisten sind am morgigen Feiertag mit Heimrecht ausgestattet: Während Hünfeld den Kontakt vor den Spitzenspielen in Weidenhausen und gegen Sand nicht abreißen lassen möchte, benötigt Petersberg Punkte für den Klassenerhalt.

Hünfelder SV – SC Willingen (Dienstag, 15 Uhr).

Nach dem Derbysieg gegen Petersberg (4:0) war HSV-Trainer Dominik Weber am Freitag sehr zufrieden, auch wenn er sich in der zweiten Halbzeit noch mehr Fußball gewünscht hätte. Bitter jedoch, dass sich ausgerechnet Doppel-Torschütze Manuel Kröning verletzte und auszufallen droht. Für ihn stünde jedoch Steffen Witzel bereit, der in der Schlussviertelstunde seine ersten Schritte gegangen ist und dabei keinerlei Probleme hatte. Er könnte die Linksverteidigerposition eins zu eins übernehmen. Christoph Neidhardt kehrt nach abgesessener Sperre zurück, länger auszufallen droht hingegen Nils Wenzel, der um eine MRT-Untersuchung nicht herumkommt. Am Freitag erschien er ob des dicken Knöchels mit Krücken auf der Rhönkampfbahn. Willingen zählt nach dem 3:0-Sieg gegen Neuhof weiterhin zu den wenigen Mannschaften, die sich noch auf Schlagdistanz zu dem Spitzenduo Sand und Johannesberg befinden. Ein echtes Verfolgerduell steht somit am Feiertag an.

RSV Petersberg – CSC 03 Kassel (Dienstag, 15 Uhr).

So ein bisschen wie „Pleiten, Pech und Pannen“ kam das Spiel in Hünfeld daher: Denn gerade die ersten beiden Gegentore waren vermeidbar: Zunächst machte der RSV den Weg zum Tor für Manuel Kröning nicht zu, dann fälschte Marc Aschenbrücker den Ball auch noch so unglücklich mit dem Kopf ab, dass er im langen Eck landete. Danach schieden sich gar die Geister, ob man Manuel Kröning das Tor überhaupt noch zuschreiben könnte. Und beim zweiten Tor, ebenfalls durch Kröning, behauptete Mario Vogt nachdrücklich, dass er das Leder auf und nicht hinter der Linie geklärt habe. Danach war das Spiel gelaufen, Petersberg präsentierte sich chancenlos. Und der kommende Gegner ist ohne Frage ein ähnliches Kaliber. Nur gut, dass Boris Aschenbrücker zumindest schon wieder auf der Bank Platz nehmen konnte, allerdings mussten mit Tim Stenger und Kubilay Kücükler zwei andere Offensivkräfte angeschlagen ausgewechselt werden.

TSV Rothwesten – SG Johannesberg (Dienstag, 15 Uhr).

In Eschwege gewann die SG Johannesberg am Samstag ein typisches 0:0-Spiel doch noch, weil Alexej Rexius das goldene Tor erzielte. Doch in Rothwesten wird der Kapitän sicher fehlen, da er sich quasi mit Abpfiff noch die Gelb-Rote Karte einhandelte. Weil auch Alin Cotan, Onur Özger und Hamid Noori Blessuren aus dem Spiel davontrugen, muss SGJ-Trainer Jochen Maikranz berichten, „dass wir den Sieg auch entsprechend bezahlt haben“. Nun gelte es zu schauen, wer bis morgen fit sei, „um auch in Rothwesten eine stabile Truppe auf den Platz bringen zu können“. Rothwesten ist nach überdurchschnittlichem Start auf dem Boden der Realität, dem unteren Mittelfeld, angekommen.

1. FC Schwalmstadt – SG Bad Soden (Dienstag, 15 Uhr).

"Das lasse ich mir nicht gefallen", raunzte Sodens Coach Kelvin King nach dem äußerst ernüchternden Auftritt bei Abstiegskandidat Hessen Kassel II inklusive 2:5-Pleite. Richtiggehend angezählt hatte King seine Mannen. Das wirklich einzig Positive: Bereits 48 Stunden später besteht die Chance zur Wiedergutmachung. Doch in Schwalmstadt wird die Meinung vorm Spiel ähnlich sein, denn der FCS kassierte in Lehnerz eine deftige 1:5-Pleite und offenbarte ebenfalls große Löcher in der Defensive.

TSV Mengsberg – SV Neuhof (Dienstag, 15 Uhr).

In Willingen hätte der SV Neuhof zu gerne mit einem Dreier gefeiert, doch nach der laut Alexander Bär umstrittenen Roten Karte gegen Tomislav Labudovic kam der SVN nicht mehr zurück ins Spiel. Die nächste Aufgabe stellt sich von der Papierform hingegen leichter dar: Bei Schlusslicht Mengsberg ist ein Sieg Pflicht, soll endlich der Anschluss ans Mittelfeld hergestellt werden. Doch Vorsicht: Auch Petersberg stolperte schon beim Aufsteiger, der gerade auf dem kleinen, engen eigenen Geläuf seine Stärken ausspielen kann.

Autor: Johannes Götze

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