22.10.2017

Teppich für Eichenzell-Spiel ist ausgerollt

Gruppenliga: Hosenfeld gewinnt dank furioser erster Hälfte 3:2

Benedikt Rützel (in schwarz) hat den Ball zum 3:0 in die lange Ecke geschoben. Foto: Christian Halling

Die Spvgg. Hosenfeld hat sich eine hervorragende Ausgangslage für ein hochattraktives Hinrundenfinale am kommenden Wochenende in Eichenzell erarbeitet: Das Team um den neuen Rekordspieler des Vereins, Steffen Göhringer, musste beim 3:2 (3:0) gegen Ehrenberg allerdings am Ende mehr um den Sieg zittern, als ihm lieb war.

Wie schon beispielsweise am 1.Spieltag gegen Eiterfeld gönnte sich der offensivfreudige Aufsteiger nämlich auch gestern gegen zunächst erschreckend schwache Rhöner eine lange Auszeit in Hälfte zwei. „Die erste Halbzeit war furios. Da haben wir richtig stark umgeschaltet, hätten auch 5:0 führen können. Nach dem Wechsel haben wir etwas den Zugriff verloren und Ehrenberg stark gemacht. Dennoch bin ich stolz auf die Jungs“, überwog beim siegreichen Trainer Rodoljub Gajic die Freude.

Dass Ehrenberg den Kontakt zu den Fleischtöpfen der Liga vor dem Jahreswechsel nicht völlig verlieren wollte, war in der ersten halben Stunde nicht zu sehen. „Eine riesige Enttäuschung“ für SGE-Coach Romeo Schäfer, dessen Team haarsträubende Fehler im Aufbau beging und Zweikämpfe ausnahmslos scheute. „Außer Robert Schorstein hat niemand die Ärmel hochgekrempelt“, monierte Schäfer, dessen Mannen innerhalb von sechs Minuten drei Gegentore fingen, als Hosenfeld einen Ball über die Mitte nach rechtsaußen prallen ließ und dann im Zentrum durch das Offensivtrio Marc Wettels, Loic Djounang und Benedikt Rützel jeweils zur Stelle war. Stark auch Roger Mouange Mouange auf der Sechs, der nach einem halbjährigen Auslandssemester in Toulouse so spielte, als wäre er nie weggewesen.

Eng wurde es trotzdem noch einmal, weil die Spvgg. in der zweiten Halbzeit auf immer tieferem Geläuf nicht mehr die Wege ging, die weh tun – und Joker Sebastian Bartl, ein Arbeitskollege von „Roddy“ Gajic, von der Bank kommend für Betrieb sorgte und Brehls 1:3 vorbereitete. Steffen Kümmel traf per immer länger werdendem Freistoß, bei dem Hosenfelds Keeper Dominic Farnung einmal unglücklich aussah, zum 2:3. „Die Hypothek der ersten Hälfte war aber zu groß. Es kann auch nicht sein, dass mit Sebastian Bartl ein Spieler die Aufholjagd einleitet, der ein halbes Jahr lang verletzt war. So brauchen wir erst einmal nicht mehr nach oben schauen“, war Romeo Schäfer konsterniert.

Grund zum Strahlen hatte dagegen Hosenfelds Abwehrhüne Steffen Göhringer, der seit gestern mit 430 Einsätzen Rekordspieler der Sportvereinigung ist. Er hat den Wert von Bürgermeister Peter Malolepszy eingestellt. / hall

Die Statistik:

Hosenfeld: Farnung; A. Gajic, Göhringer, Braun – Erb, Hack (55. Kutluay), Mouange Mouange, Gesang – Djounang – Wettels (78. Mebouinz Bonny), Rützel.
Ehrenberg: Röder; Jestädt, Mo. Schäfer, Ma. Schäfer, Hose (30. Kümmel) – Schorstein – Brehl, van Leeuwen (72. Bau), Geier, Kocatepe – Hohmann (60. Bartl).
Schiedsrichter: Mario Czieslick (Bad Hersfeld). Zuschauer: 250. Tore: 1:0 Marc Wettels (21.), 2:0 Loic Djounang (25.), 3:0 Benedikt Rützel (27.), 3:1 Julius Brehl (67.), 3:2 Steffen Kümmel (80.).

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