Meine Torgranate Osthessen

23.04.2017

Schlussphase des HSV entsetzt Radic

Gruppenliga: Schwaches Kellerduell

„Katastrophe. Ich habe nicht einen guten Pass gespielt“, haderte Christopher Krause nach dem Spiel seines SC Borussia Fulda II gegen den Haimbacher SV. Das Problem aus Sicht der Gäste: Krause ist Spielertrainer des Siegerteams gewesen, was kein gutes Licht auf die Leistung der Grün-Weißen wirft, die beim 1:5 (0:2) am Ende regelrecht untergingen.

Schon das Hinspiel, das 1:0 für den HSV geendet hatte, war kein Augenschmaus, und auch gestern wurde schnell ersichtlich, warum beide Teams so weit hinten drin stehen. Während die Haimbacher – zugegeben verletzungsgeplagt – keine richtige Idee entwickelten, konnte auch Borussia Fulda II spielerisch kaum glänzen, dafür aber durch seine Einzelspieler punkten: Sebastian Eichenauer und Patrise Gjocaj spielten hin und wieder gute Bälle in die Spitze, wo die Klasse von Tim Stenger und Marc Wettels einige Male aufblitzte.

Dazu profitierten die Borussen von Haimbacher Fehlern: Das erste Tor ging auf die Kappe von HSV-Keeper Emir Sijaric, der nach einem Pass von Eichenauer in die Spitze den Ball im Grunde sicher hatte, diesen dann aber doch wieder aus der Hand gleiten ließ, sodass Stenger im zweiten Anlauf abstauben durfte (11.).

„In der ersten Hälfte hat Borussia eigentlich nicht viel getan, aber sie waren eben effektiv“, haderte HSV-Coach Zlatko Radic mit dem 0:2 zur Pause; Marc Wettels hatte nach einer guten halben Stunde aus spitzem Winkel gegen seinen Heimatverein nachgelegt.

In Hälfte zwei kam von Haimbach weiterhin so gut wie gar nichts, doch die Borussen-Reserve hielt den Gegner durch fahriges Verhalten vor dem Tor weiter im Spiel. Weil unter anderem Celikel frei vor dem Kasten versiebte (67.), durfte Haimbach nach Enrico Hilgenbergs Anschlusstor – es war im Grunde die einzige hundertprozentige Chance der Gäste – ganze drei Minuten auf einen Punkt hoffen. Dann stellte Stenger mit einer starken Einzelleistung den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her.

In der Schlussphase gab sich der HSV regelrecht auf, was Radic schon ein wenig entsetzte: „Das hatte mit Gruppenliga nicht viel zu tun. Wenn wir uns in den nächsten Spiel auch so präsentieren, dann können wir für die Kreisoberliga planen.“ Bitter: Mit Arpad Palfi und Benjamin Kropp mussten zwei von wenigen Stützen im HSV-Team im Laufe des Spiels angeschlagen raus.

Krause dagegen war zufrieden, „dass die Jungs, die im Sommer weggehen, gezeigt haben, dass sie sich würdig verabschieden wollen.“ Die Zukunft der Borussen-Reserve ist weiterhin völlig offen.

Borussia Fulda II: Seitz; Celikel, Dahan, Hammerl, Henkel – Eichenauer, Krause – Stenger, Gjocaj (88. Heinrich), Seiml (62. Wagner) – Wettels.
Haimbach: Sijaric; Möller (73. Hilgenberg), D. Engel, Mengel, Cvijic – Stein (60. Gajic), Heins, Hasenauer, Palfi (64. N. Engel) – Kropp, Corumlu.

Schiedsrichter: Denis Krones (Waldkappel).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Tim Stenger (11.), 2:0 Marc Wettels (34.), 2:1 Enrico Hilgenberg (76.), 3:1 Tim Stenger (78.), 4:1 Marc Wettels (79.), 5:1 Sebastian Eichenauer (87.).

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